Das Vermächtnis der besonderen Kinder

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Bei diesem Buch handelt es sich um ein Rezensionsexemplar. Aus diesem Grund kennzeichne ich diesen Beitrag mit |Werbung|. Für meine Beiträge werde ich grundsätzlich nicht bezahlt.

Bildquelle: Jane Fetzer, Droemer Knaur

Allgemeines:          

Als fünfter Band in einer sechsteilig angelegten Reihe ist Das Vermächtnis der besonderen Kinder im November 2020 in der Verlagsgruppe Droemer Knaur erschienen. Das Hardcover hat 384 Seiten und ist optisch passend zu den bisher erschienenen Teilen der Reihe gestaltet.

Sollte ich eine Altersempfehlung für die Reihe um die besonderen Kinder aussprechen, würde ich die Bücher jungen Erwachsenen ab 16 Jahren und allen anderen Erwachsenen, die gerne einzigartige Fantasy lesen, empfehlen.

Der nächste Teil der Reihe wird voraussichtlich der abschließende Band sein. Vermutlich schreibe ich aus dem Grund, dass Leser*innen von Ransom Riggs das ursprünglich bereits nach drei Teilen der Reihe annahmen und zum Glück aufatmen und weiterlesen durften. Vielleicht passiert das ja noch einmal.

Meine Rezension zum vorhergehenden Band findet ihr hier: https://zeilenliebe.com/2019/05/01/der-atlas-der-besonderen-kinder/ . Alle anderen Rezensionen könnt ihr über die Suche nach den entsprechenden Titeln ebenfalls auf meinem Blog entdecken.

Inhalt:

„Auf dem Totenbett beauftragt der geheimnisvolle H – Jacobs letzte Verbindung zu seinem geliebten Großvater Abe – Jacob mit einer unmöglichen Mission: Er soll die Besondere Noor Pradesh zu einer geheimnisvollen Verbündeten namens V bringen, von der Jacob nur den Namen kennt. Noor steht im Mittelpunkt einer uralten Prophezeiung, die den Untergang aller Besonderen vorhersagt. Sie wird von mächtigen Gegnern gejagt und die wenigen Hinweise, die Jacob zu V führen sollen, sind mehr als verwirrend. Gefangen zwischen alten Feinden und einer neuen Bedrohung, wird die Zeit knapp für Jacob und seine Freunde …“ (Quelle: Verlagsseite Droemer Knaur)

Meine Meinung:

Nach wie vor lässt Riggs immer wieder alte Fotografien den Fließtext unterbrechen. Viele von ihnen haben seit Beginn der Reihe etwas Unheimliches, andere hingegen sind einfach faszinierend. Immer haben sie einen Bezug zu gerade oder kurz darauf Gelesenem und stets einen historischen Hintergrund. Es handelt sich nicht um Fotomontagen oder nachträglich bearbeitete Bilder, sondern um Bilder, deren Hintergrund manchmal unerklärlich, rätselhaft oder tragikomisch erscheint.

Jacob Porter ist inzwischen ein junger Mann, den alle Leser*innen in ihr Herz geschlossen haben. So entwickelte er sich von dem anfangs so unsicheren Jüngelchen im Laufe der Reihe zu einem starken Charakter, zu dem seine Freunde aufblicken können. Nach und nach entstand dabei ein eigener Wille, den der gute Herr Porter in diesem Band außergewöhnlich häufig durchsetzt. Seine Versuche sind zwar nicht immer von Erfolg gekrönt, dennoch bemerken wir als Leser*innen, dass er immer mehr zu einem Anführer der besonderen Kinder wird. Er übernimmt Verantwortung, ist dabei nach wie vor waghalsig und gerät gewissermaßen in ein Gefühlschaos, welches Ransom Riggs sehr gekonnt auflöst. Mitnichten entsteht hier eine Liebesgeschichte, die ein Dreieck bildet oder deren Ausgang man bereits mit den ersten Seiten erahnen kann. Riggs knüpft an zarte Gefühle an, die sich im Laufe der Geschichte verändern und die zu etwas werden, was wir nicht geahnt haben.

Auch in diesem Teil der Reihe, der nahtlos an die Erlebnisse des vorherigen anknüpft, erleben die besonderen Kinder gemeinsame Abenteuer. Dabei werden sie immer eigenständiger und lassen sich nichts sagen. An manchen Stellen scheint es, als ob das ein großer Fehler ist. Letzten Endes lernen die Kinder durch ihre Abenteuer jedoch, was es bedeutet, füreinander einzustehen, eine Familie zu sein und auch Verluste hinzunehmen. Ich schreibe von Kindern.. Leser*innen der Reihe ist natürlich klar, dass die Protagonisten zwar wie Kinder aussehen, aber außer Jacob und Noon alle wesentlich älter sind. Dieses Alter zu bemerken, würde ich mir an einigen Stellen intensiver wünschen. In diesem Buch geht Riggs zwar etwas stärker darauf ein, behält dabei den Fokus jedoch auf einer bestimmten Protagonistin. Vielleicht sieht Riggs aber auch eher von einer Thematisierung des Alters ab, um die Authentizität der Beziehungen der einzelnen Charaktere nicht zu stören.

Mit Noor tritt eine neue Protagonistin in die einnehmende Geschichte ein, deren Fähigkeiten wahrhaftig besonders sind. Anfangs zögerlich, aber dann intensiver wird sie von den besonderen Kindern in die Gruppe aufgenommen und lernt, was es bedeutet, ein besonderes Kind zu sein. Die Geschichte rund um Noor bildet einen neuen Handlungsstrang in der Besonderenwelt. Die Suche nach V, die Clans und die Suche nach Frieden für alle Besonderen dominieren in diesem Buch. Was es ganz genau mit der Prophezeiung auf sich hat, wissen wir auch nach der Lektüre nicht. Zu hoffen ist, dass es Riggs gelingt, seine neuen Handlungsstränge und die andere Richtung, die die Reihe mittlerweile einschlägt, im finalen Band zu einem würdigen Abschluss zu führen. Es sei denn… er möchte vielleicht doch noch weiterschreiben.. Da hätte ich natürlich nichts dagegen.

Fazit:

Aufschlagen, lesen, träumen, erleben, zuklappen, nachdenken, die Fortsetzung herbeisehnen.

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