Alles. Nichts. Und ganz viel dazwischen

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Bei diesem Buch handelt es sich um ein Rezensionsexemplar. Aus diesem Grund kennzeichne ich diesen Beitrag mit |Werbung|. Für meine Beiträge werde ich grundsätzlich nicht bezahlt.

Allgemeines:

Bildquelle: Jane Fetzer, Oetinger

Alles. Nichts. Und ganz viel dazwischen ist am 24.09.2020 endlich auch als Taschenbuch in der Verlagsgruppe Oetinger erschienen. Autorin ist Ava Reed, der Illustrator niemand anderes als Alexander Kopainski.

Empfohlen wird das Buch vom Verlag für Jugendliche und Erwachsene.

2019 hat die gebundene Ausgabe den Lovelybooks-Leserpreis Gold erhalten.

Inhalt:

„In jeder Dunkelheit brennt ein Licht. Man muss es nur finden!

Leni ist ein normales und glückliches Mädchen voller Träume. Bis ein Moment alles verändert und etwas in ihr aus dem Gleichgewicht gerät. Es beginnt mit zu vielen Gedanken und wächst zu Übelkeit, Panikattacken, Angst vor der Angst. All das ist plötzlich da und führt zu einer Diagnose, die Leni zu zerbrechen droht. Sie weiß, sie muss Hilfe annehmen, aber sie verliert Tag um Tag mehr Hoffnung. Nichts scheint zu funktionieren, keine Therapie, keine Medikation. Bis sie Matti trifft, der ein ganz anderes Päckchen zu tragen hat, und ihn auf eine Reise begleitet, die sie nie antreten wollte …“ (Quelle: Verlagsgruppe Oetinger)

Meine Meinung:

Wie Leser meines Blogs wissen, stelle ich euch regelmäßig die Bücher von Ava Reed vor. Meine letzte Rezension war zu Die Stille meiner Worte. Ihr findet sie hier. Reed hat in den vergangenen Jahren ihre Stimme als Autorin gefunden. Und vor allem im Genre des Jugendbuches scheint sie mit ihr erfolgreich zu sein. So habe ich es auch bei der Lektüre von Alles. Nichts. Und ganz viel dazwischen empfunden.

Getreu dem Leitspruch Dumbledores, der bereits in der Beschreibung des Buches einen Platz findet, erzählt auch Reed eine unaufgeregte, aber dennoch fesselnde Geschichte, in der es darum geht, das Licht wiederzufinden. Das eigene Licht und das der ganzen Welt. Denn Lenis Welt ist von einen auf den anderen Tag dunkel. Sie weiß nicht, was passiert ist. Von einem freundlichen, fröhlichen und normalen Mädchen verwandelt sie sich in ein Häufchen Elend. Das Schlimmste an dieser Entwicklung ist in meinen Augen, dass sie nicht ernstgenommen wird. Sie wird von Arzt zu Arzt geschickt, versäumt monatelang die Schule (das würde in der Realität vermutlich so nicht passieren!) und findet erst nach einer sehr langen Suche eine Diagnose und infolgedessen auch eine Behandlung für ihre Probleme. Als Leser erwarten und hoffen wir, dass Leni ihren Weg zum Licht finden wird.

Ava Reed beschreibt diesen Weg auf ihre typisch einfühlsame Art. Man merkt, dass sie für dieses Buch viel recherchiert hat, und auf irgendeine Art und Weise auch persönlich involviert ist. Man könnte sagen, dass es ihr bisher persönlichstes Buch ist. Mehr dazu erfahrt ihr im Nachwort und auch auf ihrem YouTube Kanal.

Man muss sich auf dieses Buch einlassen, kann es nicht nebenher lesen und sollte Interesse für die Thematik mitbringen. Ich kann mir vorstellen, dass Reeds Buch durchaus gewisse Probleme und Ängste triggern kann. Bitte überleg dir also vor der Lektüre, ob du über die Themen Depression, Therapie, Essstörungen und andere Krankheitsbilder, die mit Problemen bei Jugendlichen einhergehen, lesen kannst und möchtest.

Wenn man sich auf die Geschichte einlässt, erfährt man sehr viel über das Krankheitsbild der Depression. Man wird dadurch für ein Thema sensibilisiert, das omnipräsent ist, aber meist überhaupt nicht wahrgenommen wird. So viele Menschen sind von der ein oder anderen Art betroffen, tragen ihre Selbstzweifel ein Leben lang mit sich herum und werden nicht ernstgenommen. Vielleicht gelingt es dem ein oder anderen durch die Geschichte, mehr Verständnis zu entwickeln, nicht darauf zu schließen, dass jemand „nicht normal“ ist oder „einfach spinnt“ und denjenigen bei der Suche nach Hilfe zu unterstützen.

An dieser Stelle möchte ich gerne noch die besondere Gestaltung des Buches erwähnen. Protagonistin Leni schreibt Tagebuch, um ihre Erlebnisse zu verarbeiten. So hat man zum einen das Gefühl, etwas Persönliches von ihr zu lesen und zum anderen unterstützen diese Einträge den Fluss der Geschichte. Reed hat sie per Hand selbst geschrieben und illustriert.

Fazit:

Ava Reed behandelt ein sehr sensibles Thema mit großem Respekt und erzeugt durch ihre Geschichte Verständnis auf unterschiedlichsten Seiten. Sie gibt einem wichtigen Thema ihre Stimme, die von uns allen gehört werden sollte.

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