Frau Wolle und der Duft von Schokolade

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Bei diesem Buch handelt es sich um ein Rezensionsexemplar. Aus diesem Grund kennzeichne ich diesen Beitrag mit |Werbung|. Für meine Beiträge werde ich grundsätzlich nicht bezahlt.

Bildquelle: Jane Fetzer, dtv Verlag

Allgemeines:

Von der Autorin Jutta Richter sind bereits unzählige Kinderbücher erschienen. Frau Wolle und der Duft nach Schokolade ist das erste Buch, das ich bewusst von dieser Autorin lese. Vielleicht ist mir früher schon das ein oder andere begegnet, das weiß ich leider nicht mehr.

Ursprünglich ist das Buch bereits 2018 erschienen, meine Ausgabe stammt jedoch aus einer Neuauflage im Jahr 2019. Sie ist optisch minimal anders gestaltet und erschien ebenfalls im dtv Verlag, genauer gesagt in der Reihe Hanser. Das Buch hat 144 Seiten, die von Illustrationen begleitet sind.

Inhalt:

„Weil Mama Spätschicht hat und Papa ganz weit weg ist, haben Merle und Moritz eine neue Nachtfrau. Sie heißt Gesine Wolkenstein, hat schmale Lippen und unheimliche Augen, die erst grasgrün sind, dann schwarz und zuletzt hellblau und durchsichtig. Ausgerechnet sie soll die Kinder ins Bett bringen! Doch in den Nächten ist da plötzlich Frau Wolle. Sie regiert das Reich hinter der schwarzen Tür, von dem Papa früher erzählt hat. Dort wohnen die Spitzzahntrolle, die nur in Reimen reden, und der wachsame Waisenfuchs Silberträne. Da gibt es das Lager der verlorenen Sachen und den Saal der Bonabären, da findet man die Gedankenbremse, und wenn es im Weltempfänger rauscht, können Merle und Moritz Papas Stimme hören. Und das tröstet ungemein.“ (Quelle: dtv, Hanser)

Meine Meinung:

Auf Frau Wolle und den angepriesenen Duft nach Schokolade bin ich bereits nach wenigen Augenblicken aufmerksam geworden. Zuerst erinnerte mich Frau Wolle natürlich an die beinahe gleichnamige Frau Holle. Das machte mich neugierig, liebe ich doch Märchen und vermutete eine Nähe zu diesem Genre. Nach einem genaueren Blick in den Klappentext und die Leseprobe des Buches war ich beinahe noch gespannter auf den Inhalt. Die Beschreibung erinnerte mich an eine moderne Märchenerzählung und ließ mich auf ein spannendes Abenteuer hoffen.

Liebe Leser besonderer Kinderbücher, ihr werdet nicht enttäuscht werden und solltet unbedingt alle in die Geschichte von Merle, Moritz und Gesine Wolkenstein eintauchen. Nicht nur die erzählte Geschichte ist besonders, nein, auch die Art der Erzählung. Ihr werdet auf eine sprachliche Vielfalt und eine schaurige Schönheit treffen. Auf ein Kinderbuch, das, inspiriert von Hans Falladas Murkelei, so viele Elemente vereint und dabei eine Geschichte erzählt, die uns alle berühren kann. Wer möchte nicht eine Nachtfrau haben, die Gesine Wolkenstein heißt? Ich hätte aufgrund des Namens direkt zugestimmt. Merle und Moritz sehen das jedoch (zum Glück) anders. Frau Wolkenstein scheint etwas Böses zu umgeben. Um sie spinnen sich düstere Geschichten über Kindesentführungen und die Kinder befürchten verständlicherweise das Schlimmste.

Nach und nach entdecken Merle und ihr kleiner Bruder Moritz des Nachts eine Welt, die sowohl gefährlich als auch faszinierend ist. Sie vermissen ihren Vater, der ihnen stets fantasievolle Geschichten erzählt hat, jedoch auf seltsame Art und Weise verschwunden ist. Was die Welt, die die beiden Kinder entdecken, mit dem Weltenempfänger, ihrem Vater, Frau Wolle und vor allem mit der Schokolade zu tun hat, sollt ihr selbst herausfinden. Nur so viel sei verraten: Nicht alles ist, wie es scheint!

Meine Empfehlung für jüngere Leser ist auf jeden Fall, das Buch gemeinsam mit ihren Eltern zu lesen oder es sich vorlesen zu lassen (bevor es dunkel wird). Vielleicht ist es an der ein oder anderen Stelle sonst doch etwas zu unheimlich, vor allem durch die gruseligen Zeichnungen, die die Geschichte begleiten.

Fazit:

Ich würde mich sehr freuen, bald die Fortsetzung dieser schaurig schönen Geschichte zu lesen, die nicht nur Kinderaugen, die sich in der Welt eines Märchens nicht fürchten, leuchten lässt.

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