The Frost Files – Letzte Hoffnung

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Bei diesem Buch handelt es sich um ein Rezensionsexemplar. Aus diesem Grund kennzeichne ich diesen Beitrag mit |Werbung|. Für meine Beiträge werde ich grundsätzlich nicht bezahlt.

9783426525258
Bildquelle: Knaur

Allgemeines:

The Frost Files – Letzte Hoffnung ist am 01.04.2020 als Paperback bei Knaur Taschenbuch erschienen. Das Buch hat 480 Seiten und bildet den Auftaktband einer Reihe. Autor Jackson Ford ist für mich vor der Lektüre ein unbeschriebenes Blatt gewesen.

Auffällig ist bei diesem Buch die Gestaltung des Covers. Wenn ich ehrlich sein soll, wäre ich an diesem Buch vorbeigegangen, da es auf mich reißerisch und trivial wirkt. Ganz anders sieht hier das Original aus. Auch der Titel The Girl who could move sh*t with her mind mutet anders an als die deutsche „Übersetzung“.

Inhalt:

„Teagan Frost ist wirklich nicht leichtsinnig: Wenn man über psychokinetische Fähigkeiten verfügt, ist es schließlich keine große Sache, ungesichert von einem Hochhaus zu springen.
Ihre psychokinetischen Fähigkeiten machen Teagan Frost zum wertvollsten Mitglied einer geheimen Einsatztruppe der US-Regierung. Zusammen mit Hackerin Reggie, Organisations-Genie Paul, der bestens vernetzten Annie und Carlos, der alles fahren kann, was Räder hat, kommt sie immer dann zum Einsatz, wenn FBI und NSA nicht mehr weiter wissen.

Doch als nach einem ihrer Einsätze in Los Angeles der Chef einer global agierenden Textilfirma ermordet aufgefunden wird – erdrosselt mit einer Stahlstange als wäre es nur ein dünner Draht –, wird Teagan Frost über Nacht zur gesuchten Mörderin. Selbst ihr eigenes Team zweifelt an Teagans Unschuld, obwohl ihre Kräfte für eine solche Tat nicht annähernd ausreichen. Nur wer verfügt dann über derart starke paranormale Fähigkeiten? Als ein weiteres Mordopfer auftaucht, beginnt für Teagan Frost und ihr Team eine halsbrecherische Jagd quer durch Los Angeles.

Jackson Fords actionreicher Urban-Fantasy-Roman punktet mit hohem Tempo, überraschenden Wendungen und einer Mischung aus politischen Verwicklungen und persönlicher Rache-Story.“ (Quelle: Knaur Verlag)

Meine Meinung:

Als waschechter X-Men-Fan war ich sofort Feuer und Flamme als ich The Frost Files in der Vorschau des Knaur Verlags entdeckt habe. Es stach aus den anderen Neuerscheinungen hervor.  Es handelt sich um ein nicht klassischerweise dem Fantasygenre zuzuordnenden Buch. Das wird sowohl optisch als auch inhaltlich schnell deutlich.

Stark inspiriert von den X-Men hat die draufgängerische Protagonistin Teagan Frost besondere Fähigkeiten. À la Jean Grey ist sie in der Lage dazu, Dinge mit der Kraft ihrer Gedanken zu bewegen. Der Einfachheit halber benennen wir ihre Fähigkeit im Folgenden als Psychokinese. Ich liebe X-Men wirklich, glaubt mir. Ein Kritikpunkt meinerseits ist dennoch an dieser Stelle, dass die Parallelen zu X-Men nicht aufhören und ich mir an einigen Stellen (mehr) Innovation erhofft hätte. Vermutlich liegt diese Inspiration (und eben nicht Innovation) des Autors  in der Natur der Sache: Auch die meisten Fantasyautoren erschaffen das Genre nicht neu oder orientieren sich an bereits Dagewesenem. Es gibt aber immer einen Unterschied zwischen dem Orientieren und dem Kopieren.

Die actionreiche Geschichte rund um die psychokinetischen Fähigkeiten von Teagan entwickelt sich rasant, obwohl wir Charakteren begegnen, die zu Beginn der Geschichte unterschiedlicher nicht sein könnten. Dem Autoren gelingt es, ihre Entwicklung miteinander und als Einzelpersonen authentisch, aber an vielen Stellen leider auch vorhersehbar darzustellen. Nach und nach agieren die Mitarbeiter der geheimen Einsatztruppe als das Team, das sie von Anfang an sein sollten. Wachsen zusammen, enttäuschen sich und finden wieder zueinander. Als Leser wissen wir nie mehr als Teagan selbst und lernen mit ihr zusammen. Und das ist gar nicht so leicht. Wir hetzen nämlich von einer Actionszene zur nächsten. Beinahe wie in einem richtigen Actionfilm – in Buchform manchmal etwas befremdlich und zu schnell gedacht.

Eine Superheldengeschichte wäre nichts ohne einen Antagonisten, der es in sich hat. Und auf genau den trifft das Team unserer Geschichte. Zunächst erscheinen die Verwicklungen beider Parteien vielversprechend. Nach und nach begann mich der Antagonist aber zu nerven. Er ist unglaublich brutal und wenig reflektiert. Als Leser fiebert man auf die Begegnungen von Teagan und ihm hin und bekommt dann leider etwas serviert, was die Erwartungen nicht erfüllt. Da hätte Ford detaillierter vorgehen können und müssen.

Fazit:

The Frost Files – Letzte Hoffnung ist ein Reihenauftakt, der mich bisher nicht von sich überzeugen konnte. Ich bin gespannt, wie die Geschichte im zweiten Teil der Reihe weitergehen wird, und ob es dem Autor gelingen wird, das volle Potential der Geschichte auszuschöpfen. Potential ist nämlich durchaus vorhanden!

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