Die Grisha-Trilogie

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Bei diesen Büchern handelt es sich um Rezensionsexemplare. Aus diesem Grund kennzeichne ich diesen Beitrag mit |Werbung|. Für meine Beiträge werde ich grundsätzlich nicht bezahlt.

Allgemeines:

Am 01.10.2019 war es endlich soweit: Der Grisha-Schuber ist bei Knaur Fantasy erschienen. Erstmals können alle Bände der Trilogie in einem Schuber zusammen erworben werden. Zudem wurden die Bücher auch neu gestaltet. Inhaltlich ist natürlich alles gleichgeblieben, optisch wurden sie jedoch wirklich aufgewertet. Wenn ich ehrlich bin, ist die Grisha-Reihe zum ursprünglichen Erscheinungstermin an mir vorbeigegangen. Die Cover wirkten nichtssagend, austauschbar, pastellig und insgesamt an eine jüngere Zielgruppe gerichtet. Nach der Neugestaltung wirkt die Reihe in meinen Augen erwachsener, ansprechender und für eine breitere Gruppe Lesender geeignet. Ein gutes Cover macht viel aus.

Der Grisha-Schuber enthält folgende Bücher: Goldene Flammen, Eisige Wellen und Lodernde Schwingen. Zusammen könnt ihr 1232 Seiten aus Leigh Bardugos Feder lesen. Falls ihr gerne Das Lied der Krähen oder andere Bücher von Bardugo lesen möchtet, bildet die Grisha-Trilogie die Basis für ebendiese Lektüre.

Inhalt:

„Alina ist eine einfache Kartografin in der Ersten Armee des Zaren von Ravka. Jemand, der entbehrlich ist – ganz anders als ihr Kindheitsfreund Malyen, der erfolgreiche Fährtenleser und Frauenschwarm. Doch als Alina Mal bei einem Überfall auf unerklärliche Weise das Leben rettet, ändert sich alles für sie, denn sie findet heraus, dass sie eine Grisha ist, die über große Macht verfügt.
Alina wird ins Trainingslager der Grisha versetzt, der magischen und militärischen Elite Ravkas. Dort findet sie einen ganz besonderen Mentor: Den ältesten und mächtigsten der Grisha, der nur der »Dunkle« genannt wird und der schon bald ganz eigene Pläne mit Alina verfolgt.

Als in Ravka ein blutiger Bürgerkrieg ausbricht, wird Alina darin zur Schlüsselfigur – ebenso wie ein anderer, der mehr ist, als er zu sein vorgibt: Nikolai Lantsov. Freibeuter, Soldat und Bastard eines mächtigen Mannes.

Mit dem vom Krieg zerrissenen Ravka, dem ausgeklügelten Magie-System der Grisha und ihren lebendigen, facettenreichen Charakteren hat Leigh Bardugo eine faszinierende, innovative Welt geschaffen, die weltweit Millionen Fans begeistert.“ (Quelle: Verlagsseite Droemer Knaur)

Meine Meinung:

Da ich in dieser Rezension alle Bücher des Schubers rezensiere, werde ich sie aufteilen. Natürlich versuche ich, euch nicht zu spoilern und euch die Reihe trotzdem schmackhaft zu machen.

Ich muss ehrlich sagen, dass ich nicht mit dieser Reihe ins Grishaverse gestartet bin. Und ich bereue es! Vielfach habe ich gelesen, dass es keine Rolle spielen würde, dass man ruhig mit dem Lied der Krähen beginnen kann. Wieso sagen das so viele? In meinen Augen fehlt ein grundlegendes Wissen über die Charaktere, ihre Vergangenheit, das Worldbuilding und die Machtstrukturen, wenn man die Trilogie nicht gelesen hat. Wie gerne hätte ich erst diese Bücher gelesen und dann mit dem Lied der Krähen weitergemacht. Ich kann es zu diesem Zeitpunkt nicht mehr ändern. Ihr vielleicht schon.

Rückblickend macht Bardugo als Schriftstellerin eine interessante Entwicklung durch, die ihr bei einem chronologischen Vorgehen vermutlich noch differenzierter betrachten könnt. Bardugos Grisha-Trilogie wirkt an ein jüngeres Publikum gerichtet, vielleicht wird ebendieser Eindruck bei mir auch verstärkt, weil die Charaktere im Lied der Krähen älter sind und sich dort bereits in einem anderen Abschnitt ihrer persönlichen Entwicklung befinden.

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Bildquelle: Jane Fetzer, Knaur

Goldene Flammen

Im ersten Band der Reihe geschieht das, was wir von einem ersten Band erwarten. Bardugo führt die Charaktere ein, beginnt mit dem Worldbuilding einer komplex anmutenden Welt und entfaltet erste Handlungsstränge. Unverkennbar ist dabei ihr Schreibstil. Sie schafft es innerhalb kürzester Zeit Bilder vor meinen Augen zu kreieren. Mir fiel es leicht, ihre Welt zu sehen und während der Lektüre in ebendieser zu verschwinden. Die Protagonisten Maljen und Alina sind auf ihre eigene Art und Weise sympathisch, obwohl oder gerade, weil sie keine typischen Helden verkörpern. Insgesamt lesen wir mit dieser Trilogie Jugendbücher. Wir wissen also alle, dass sich irgendwo eine Liebesgeschichte versteckt, dass es tragisch wird, und mit Sicherheit noch eine dritte Person um die Kurve kommen wird. Vielleicht bin ich einfach ein zu großer Bardugo-Fan, vielleicht konnte sie mich im Lied der Krähen von ihren etwas erwachseneren Charakteren so sehr überzeugen, dass ich über die wenig innovativen Grundstrukturen dieser Storyline hinwegsehen kann? Oder reichten dafür schon Bardugos komplexe Welt, die erste Armee, der Zar oder die Idee der Grisha an sich aus?

Eisige Wellen

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Bildquelle: Jane Fetzer, Knaur

In diesem zweiten Band der Trilogie sind mir viele Zusammenhänge innerhalb des Grishaverse noch klarer geworden. Ich habe ihn nahezu inhaliert. Viele Charaktere konnte ich in diesem Band stärker ins Herz schließen, da sie sich stetig und überzeugend weiterentwickeln. Vor allem Stormhond empfand ich als sehr gut ausgearbeitet, erfrischend und bedeutend. Der ein oder andere Verdacht, welchen ich bereits im Vorfeld hegte, wurde bestätigt. Das Ende dieses Buches hat mich fertiggemacht. Ich konnte einfach nicht weiterlesen. Am liebsten hätte ich das sofort getan, zur Sicherheit musste ich aber ein paar Tage vergehen lassen, um mich auf die abschließenden Ereignisse vorzubereiten.

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Bildquelle: Jane Fetzer, Knaur

Lodernde Schwingen

Aufgrund eines Details, das ich durch meine vorhergehende Lektüre von Thron aus Gold und Asche meinte zu kennen, hatte ich Angst, die Trilogie zu beenden. Angst vor einem bestimmten Ereignis, das in meinen Augen eintreffen musste. Ich hatte schließlich bereits davon gelesen. Aber wie so oft zeigte sich erneut, dass Bardugo eine Wortkünstlerin ist. Sie hat etwas beschrieben, in das ich meine eigene Interpretation erwartbarer Ereignisse gelegt habe. Wieder einmal zeigte sie mir, dass ich den genauen Wortlaut beachten muss. Das, was ich erwartete, passierte zum Glück nicht. Für mich hat das dem abschließenden Roman eine völlig neue Spannungskurve gegeben. Plötzlich war wieder alles möglich, ich kannte das Ende der Trilogie doch nicht.

Nach wie vor bin ich gespannt, was uns in den nächsten Jahren noch von Leigh Bardugo erwartet. Bald erscheint von ihr Das neunte Haus. Ein Buch, das ich ebenfalls gerne lesen möchte. Für alle Netflix-Abonnenten hat sie auch noch etwas Großes in Petto: Das gesamte Grishaverse wird verfilmt. Dabei soll auch die Handlung vom Lied und Gold der Krähen eine Rolle spielen. Inhaltlich kann ich mir das noch gar nicht vorstellen. Was passiert, wenn die Handlung der Trilogie mit der Dilogie vermischt wird? Oder ist es doch chronologisch geplant? Wir können uns in jedem Fall auf eine gute Fantasyserie freuen!

Fazit:

Unbedingt als Einstiegstrilogie in das Grishaverse lesen. Nur mit dieser Trilogie ist ein umfassendes Verständnis für das Besondere, die Magie und die Entwicklung des Grishaverse möglich. Insgesamt empfinde ich Leigh Bardugos Krähen nach wie vor als inhaltlich stärker. Aber diese Trilogie rundet das Grishaverse einfach ab. Ohne sie ist man nicht in der Lage, alles zu verstehen. Und wenn man sich erstmal eingelesen hat, kann man nicht genug von ihr kriegen.

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