Palast aus Glas – Eine Reise durch die Spiegelwelt

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Bei diesem Buch handelt es sich um ein Rezensionsexemplar. Aus diesem Grund kennzeichne ich diesen Beitrag mit |Werbung|. Für meine Beiträge werde ich grundsätzlich nicht bezahlt.

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Bildquelle: Jane Fetzer, Verlagsgruppe Oetinger

Allgemeines:

Palast aus Glas – Eine Reise durch die Spiegelwelt ist am 21.10.2019 erschienen und wird ab einem Lesealter von 14 Jahren empfohlen. Diese Altersempfehlung kann ich nur unterstützen. Obwohl das Buch optisch vermutlich auch jüngere Kinder anspricht, ist es für eine jüngere Leserschaft zu unheimlich.

Auf 208 Seiten können Jugendliche in acht Kurzgeschichten der Autorin Cornelia Funke eintauchen. Diese werden durch Illustrationen der Autorin begleitet. Innerhalb der Verlagsgruppe Oetinger ist das gebundene Buch bei Dressler erschienen. Da die Kurzgeschichten aus der Welt hinter den Spiegeln stammen, empfiehlt es sich, im Vorfeld die Reckless-Reihe zu lesen. Wenn man das nicht tut, versteht man weniger bis gar nichts, liest jedoch immer noch magische Kurzgeschichten.

Inhalt:

„Märchenhaft. Magisch. Mitreißend. So erzählt nur Cornelia Funke! Jahre nachdem wir das erste Mal an der Seite von Jacob Reckless die Spiegelwelt bereisten, entführt uns Cornelia Funke erneut in diesen faszinierenden Kosmos. Wir begleiten Jacob auf seiner Suche nach dem Kamm einer Hexe, erleben, wie Celeste im Kleid der Füchsin zur Gestaltwandlerin wird, begegnen dem Bildhauer Rodin und reisen hinter den Spiegel nach London, Madrid, Stockholm und Hamburg.“ (Quelle: Verlagsgruppe Oetinger)

Meine Meinung:

Ich habe die acht Kurzgeschichten der Reise durch die Spiegelwelt inhaliert, verschlungen und in mich aufgesogen. Innerhalb kürzester Zeit waren die Kurzgeschichten gelesen, die letzte Seite umgeblättert und das Buch wieder zugeklappt. Funkes Worte hallten jedoch noch weitaus länger in mir nach. Sie versteht es, Wörter kunstvoll aneinanderzureihen und ihren Geschichten nach kürzester Zeit Leben einzuhauchen. Nicht umsonst ist sie eine der bekanntesten und erfolgreichsten deutschen (Kinder-)buchautorinnen. Ihre Bücher werden sogar ins Englische übersetzt.

Ich vermute, dass zu junge Kinder sich vor den Kurzgeschichten fürchten könnten. Sie sind durchaus unheimlich, wenn wir beispielsweise einen Blick auf Seite 129 werfen, auf die Geschichte, in der es um den Kamm der Hexe geht. Begleitet werden alle Geschichten durch Illustrationen der Autorin selbst. Auch diese lade eher zum Fürchten als zum Erfreuen ein. Ich empfinde Funkes Illustrationen normalerweise als bereichernd und bewundere die Autorin dafür, dass sie selbst ihre Bücher illustriert. In diesem Buch haben einige mich jedoch in seltsame, verstörende Stimmung versetzt, die gar nicht zu den besonderen Kurzgeschichten passt.

Acht unveröffentlichte Kurzgeschichten. Moment… 8? In meinen Augen stimmt das so nicht. Eine der Kurzgeschichten war mir wohlbekannt. Nämlich die letzte, der Weihnachtszauber in Hammaburg. Vermutlich stimmt es, die Geschichte wurde nicht offiziell veröffentlicht und für einen Preis vertrieben. Ich habe sie jedoch vor ein paar Jahren im Adventskalender der Verlagsgruppe Oetinger gewonnen und kannte sie daher bereits. Zur Weihnachtszeit ziert sie stets meinen Flur. Vielleicht ist das auch mit den anderen Geschichten des Buches so? Vielleicht kennt der ein oder andere Leser mehr als der Verlag suggeriert? Das wäre schade, ich kann es jedoch nicht herausfinden.

Ein weiterer Wehmutstropfen ist für mich, dass wir eigentlich nur etwa 180 Seiten Kurzgeschichten im Buch finden. Die restlichen Seiten nimmt eine Leseprobe aus dem ersten Recklessband ein. Da man eigentlich die Reckless-Reihe bereits gelesen haben sollte, um etwas zu verstehen, ergibt das für mich von keinem Blickwinkel aus betrachtet Sinn und bedeutet ein Missverhältnis von Preis und Leistung. Ich muss also zu dem Schluss kommen, dass Seiten gefüllt werden sollten und die Verkaufszahlen von Reckless  erneut angekurbelt werden sollen. Ergibt es für euch einen anderen Sinn?

Cornelia Funke ist eine Autorin, die mich bereits seit meiner frühen Kindheit begleitet. Was wären wir ohne ihre Geschichten? Wer von uns hat nicht mit den wilden Hühnern Abenteuer erlebt? Wer hat nicht die Drachen begleitet, den Herrn der Diebe bewundert oder Tintenherz verschlungen? Hinter verzauberten Fenstern hat stets meine Adventszeit erhellt. Ich freue mich daher, acht kurze (neue) Geschichten von ihr gelesen zu haben. Gerne würde ich bald in eine weitere, vollständig neue Reihe von ihr versinken. Ob Fantasy oder nicht, Funke versteht es einfach, gute Bücher zu schreiben.

Fazit:

Ich spreche eine Empfehlung für alle Reckless-Fans aus. Acht magische Kurzgeschichten, die euch in die Welt hinter den Spiegeln entführen und euch so manches Detail besser verstehen lassen. Dieses Buch erzeugt zudem eine magisch weihnachtliche Stimmung, die wunderbar zur Winterzeit passt.

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