Das schwarze Mal

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Bei diesem Buch handelt es sich um ein Rezensionsexemplar. Aus diesem Grund kennzeichne ich diesen Beitrag mit |Werbung|. Für meine Beiträge werde ich grundsätzlich nicht bezahlt.

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Bildquelle: Jane Fetzer, Verlagsgruppe Random House

Allgemeines:

Das schwarze Mal ist am 30.09.2019 bei Penhaligon, also in der Verlagsgruppe Random House, erschienen. Das Paperback hat 672 Seiten und ist der erste Teil der Tarakan Chronicles.

Es handelt sich um das Debüt im Science-Fantasy-Bereich des amerikanischen Autoren Eyal Kless. Hauptberuflich ist Kless Violinist und lebt derzeit in Tel Aviv. Er arbeitet und schreibt momentan am zweiten Teil der Chroniken.

Inhalt:

„Die Stadt der Türme ist ein Ort voller Rätsel. Hier kämpfen Gilden, die über Magie gebieten, gegen Cyborg-Banditen, welche nach Artefakten einer untergegangenen Zivilisation suchen. Jene Schätze befinden sich im Inneren der Stadt der Türme, das von Monstern bevölkert, von Fallen gespickt und voll verschlossener Türen ist. Und genau hier kämpft ein Junge ums Überleben: Rafik ist der einzige Mensch, der die Rätsel der Stadt der Türme knacken kann. Denn er ist ein Puzzler, an dessen Fingern sich wie Schlüssel geheimnisvolle Tätowierungen befinden. Doch was Rafik im unheimlichen Herzen der Stadt der Türme findet, verändert den Jungen – und seine ganze Welt.“ (Quelle: Verlagsgruppe Random House)

Meine Meinung:

Das schwarze Mal hat mich vor allem durch seine inhaltliche Beschreibung neugierig gemacht. Weder Titel noch Aufmachung haben mich angesprochen. Aber wie so oft lohnte sich hier ein Blick über den Tellerrand hinaus und in die Leseprobe hinein. Nichtsdestotrotz war die Anfrage des Buches für mich ein kleines Wagnis, bei dem ich nicht sicher war, wie ich die Geschichte am Ende finden würde bzw., ob ich sie überhaupt mögen würde. Nun kann ich euch sagen, dass ich es bereut hätte, Das schwarze Mal nicht anzufragen. Übrigens überzeugt mich nun auch die Gestaltung des Buches stärker. In den auf dem Cover abgebildeten Fingerabdruck, der im Buch eine große Rolle spielt, ist ein QR-Code eingearbeitet, den ihr tatsächlich abrufen könnt. Was euch dort erwartet, verrate ich euch allerdings nicht.

Ihr werdet eine Geschichte vorfinden, die euch begeistert. Bis sie das tut, müsst ihr euch in einer wirklich verrückten und futuristischen Welt zurechtfinden. In dieser Welt entdeckt ihr bekannte, aber auch uns völlig fremde Dinge. Sie ist dystopisch geprägt, hat aber durch das Volk der Tarakaner noch eine gänzlich andere, fantastischere Komponente als die uns bekannte Welt. Die Technik hat den Menschen überwunden. Zumindest augenscheinlich… Ihr solltet also auch bereit sein, Science-Fiction zu lesen. Eine Mischung aus Fantasy und ebendiesem Genre, gespickt mit Elementen, die an einen Thriller erinnern – so könnte man den Roman beschreiben. Wie so oft entwickelt der Autor eine Zukunftsversion, die wir uns lieber nicht ausmalen würden. Stets bleibt ein „was-wäre-wenn-Gefühl“ und ein fader Beigeschmack beim Leser zurück. Ich glaube, ich lehne mich nicht aus dem Fenster, wenn ich sage, dass wir selbst wohl lieber nicht in der Zukunft von Kless leben wollen. Nach und nach werdet ihr die Stadt der Türme und die Welt der Puzzler genauer verstehen. Wenn ihr euch erst einmal im verwendeten Vokabular (anfangs ziemlicher Gossenslang) zurechtfindet, dann könnt ihr in eine Welt eintauchen, von der ich so gerne mehr lesen möchte. Für die Geschichte dahinter lohnt sich übrigens auch der Slang.

Kless ist es gelungen, Charaktere zu entwickeln, die nicht individueller und facettenreicher sein könnten. Sie wachsen einem in ihrer Verschrobenheit alle auf die ein oder andere Weise ans Herz. Selbst der Troll von nebenan. Und vor allem der Junge, Rafik. Kless entfaltet Rafiks Geschichte geschickt. Wirft seinen Lesern nach und nach Häppchen zu. Gerade genug, um uns vor Neugier lechzend nach weiteren Details bei der Stange zu halten. Ihm gelingt eine beeindruckende Verknüpfung mit den Ereignissen in der Gegenwart der agierenden Charaktere. Zum Ende hin wird die Geschichte etwas verrückt. Ich bin nach wie vor nicht sicher, ob ich alles verstanden habe. Da der englische Titel den ersten Teil einer Reihe suggeriert, hoffe ich, dass ich im zweiten Band aufgeklärt werde. Vor allem aber hoffe ich erst einmal, dass es auch eine deutsche Übersetzung des zweiten Teils geben wird. Ich stelle mir das Original sprachlich recht kompliziert vor, da es so viele sprachliche Ausdrücke und technische Fachbegriffe gibt, die ich nicht einmal im Deutschen wirklich kenne. Mein Appell an den Verlag lautet also: Bitte übersetzt auch den zweiten Teil!!!

Fazit:

Ein Buch, bei dem man ein wenig Durchhaltevermögen haben muss. Wenn ihr das habt, werdet ihr mit einer faszinierenden und ungewöhnlich spannenden Geschichte belohnt.

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