Kingdoms of Smoke

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Bei diesem Buch handelt es sich um ein Rezensionsexemplar. Aus diesem Grund kennzeichne ich diesen Beitrag mit |Werbung|. Für meine Beiträge werde ich grundsätzlich nicht bezahlt.

kosjf
Bildquelle: Jane Fetzer, dtv Verlag

Allgemeines:

Kingdoms of smoke ist am 20.09.2019 als gebundenes Buch im dtv Verlag erschienen. Die 544 Seiten werden ab einem Lesealter von 14 Jahren empfohlen. Autorin Sally Green stammt aus England und schreibt laut Verlagsseite viel. Mir ist bisher kein Buch aus ihrer Feder bekannt. Einige von euch kennen aber bestimmt die teilweise übersetzte Half-Bad-Reihe?

Inhalt:

„Prinzessin Catherine bereitet sich in Brigant auf ihre Hochzeit mit einem Mann vor, den sie nie getroffen hat. Ambrose, dem Leibgardisten, der heimlich in die Prinzessin verliebt ist, droht unterdessen das Henkersschwert. In Calidor ist der Diener March auf Rache an dem Mann aus, der für den Untergang seines Volkes verantwortlich ist. Edyon wird in Pitoria von seiner unbekannten Vergangenheit eingeholt. Und auf dem Nördlichen Plateau macht die junge Dämonenjägerin Tash eine mysteriöse Entdeckung. Die Leben dieser fünf jungen Menschen werden untrennbar miteinander verknüpft. Ihren Ländern droht Schlimmeres als der nahende Krieg und in ihren Händen ruht das Schicksal ihrer Welt…“ (Quelle: Verlagsseite dtv)

Meine Meinung:

Dieses Buch ist anders. Anders als ich erwartet habe. Meine Erwartungen wurden medial geschürt. Und das durch eine großflächig angelegte Bloggeraktion. Ich glaube, dass ich Kingdoms of smoke anders sehen würde, wenn es diese Bloggeraktion nicht gegeben hätte. Aber so… sind hohe Erwartungen geweckt worden, die das Buch nicht erfüllen kann.

Mir wurde eine Geschichte versprochen, die hochkomplex und facettenreich ist. Es gab sogar für jeden Protagonisten verschiedene Teams und Aufgaben, die die Charaktere vorstellen sollten. Ehrlich gesagt, habe ich mir diese Aufgabe für die Blogger, die das Buch vor dem Bewältigen der Aufgabe tatsächlich gelesen haben, schwer vorgestellt. Wir lernen nämlich mitnichten komplexe Charaktere kennen. Sie bleiben innerhalb der sich langsam entwickelnden Handlung flach, gar stereotypisch und austauschbar. Eigentlich auch teilweise zu erwarten bei ganzen fünf sich abwechselnden Erzählperspektiven und einer recht großen Schrift. Immer, wenn man das Gefühl hat, etwas über einen Charakter zu erfahren oder sich an seinen eigenen Erzählstil zu gewöhnen, wird man durch einen erneuten Wechsel aus dem Lesefluss gerissen. Viele der teilnehmenden Blogger hatten das Buch noch nicht gelesen (keine Behauptung, ging aus Gesprächen hervor) als sie begannen, es zu präsentieren. Schade, dass das so praktiziert wird. Ein Buch ist schließlich kein Lidschatten, den man sicherlich schneller in seinen Vor- und Nachteilen testen und weiterempfehlen kann. Wenn ich eine als Werbung markierte Buchempfehlung auf Instagram sehe, erwarte ich jedoch, dass das Buch auch bereits gelesen wurde. Wie geht es euch damit?

Kingdoms of smoke kreiert ein unmögliches Frauenbild. Protagonistin Catherine weckte in mir zudem kein Gefühl der Identifikation, sie war mich schlicht und ergreifend zu naiv. Selbst behauptet sie jedoch stetig das Gegenteil. Auch die Liebesgeschichte ließ mich die Hände über dem Kopf zusammenschlagen und erinnert eher an einen Drei-Groschen-Roman. Einige Handlungen und Dialoge sind beinahe unangenehm zu lesen. Zudem ist das Buch extrem brutal. Gleich zu Beginn lesen wir von Folter, Verstümmelung und Hinrichtungen.

Im Grunde genommen finde ich es sehr schade, dieses Buch so zu beschreiben. Sally Green hat in ihrer Geschichte theoretisch alle Grundzutaten für einen guten Fantasyroman vereint. Der Dämonenrauch scheint mir eine Idee mit viel Potential zu sein. Verschiedene Königreiche, Krieg, Intrigen… Klingt doch vielversprechend. Ich habe durchaus einige Kapitel mit interessantem Inhalt gelesen. Zwischendurch wurden diese jedoch immer wieder von einem einfachen Schreibstil und konstruierter Langeweile unterbrochen. Leider ist es Green nicht gelungen, aus ihren gut ausgewählten Zutaten ein richtig gutes Gericht zu kochen. Ihre Geschichte wirkt in sich nicht stimmig. Fast so als hätte sie einige Kapitel von guter Qualität geschrieben und versucht eine Geschichte drumherum zu konstruieren.

Fazit:

Kingdoms of smoke konnte meine Erwartungen an einen komplexen und vielschichtigen Fantasyroman nicht erfüllen.

herz-blog1halbes Herz Blog

 

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