Hope – Es gibt kein zurück. Du kommst an. Oder du stirbst.

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Bei diesem Buch handelt es sich um ein Rezensionsexemplar. Aus diesem Grund kennzeichne ich diesen Beitrag mit |Werbung|. Für meine Beiträge werde ich grundsätzlich nicht bezahlt.

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Bildquelle: Jane Fetzer, Verlagsgruppe Oetinger

Allgemeines:

Hope – Es gibt kein zurück. Du kommst an. Oder du stirbst. ist am 22.07.2019 in der Verlagsgruppe Oetinger erschienen. Das Buch hat 544 Seiten und wird ab einem Lesealter von 16 Jahren empfohlen. Diese Empfehlung unterstütze ich – bitte nicht früher lesen! Illustriert wurde das Buch von KIM&HIM. Sie sind für die gut nachvollziehbare Karte der Fluchtroute und verschiedene kleine Illustrationen zwischen den Kapiteln verantwortlich. Insgesamt wirklich stimmig geworden!

Inhalt:

„Du hast nichts zu verlieren, wenn dir alles genommen wurde! Der 19-jährige Kanadier Mathis begleitet Hope, einen elf Jahre alten Somali, auf dessen abenteuerlicher Flucht quer durch Südamerika. Kaum gestartet, heften sich zwei zwielichtige Typen an ihre Fersen. Nicht die einzige Bedrohung, der sich Hope und Mathis unterwegs stellen müssen. Auf ihrem atemberaubenden Trip über den Amazonas, die Panamericana und auf dem Dach eines rasenden Güterzugs lauert der Tod überall. Mehr als einmal können sie ihm nur knapp entkommen. Werden die beiden es in die Freiheit schaffen?“ (Quelle: Verlagsgruppe Oetinger)

Meine Meinung:

Hope ist wieder ein ganz besonderes Buch geworden. Mit Peer Martins Büchern ist es im Grunde genommen stets ähnlich. Zum einen möchte ich sie gar nicht lesen, weil sie mir auf großartige Art und Weise vor Augen führen, was momentan alles auf dieser Welt passiert und schiefläuft. Zum anderen kann ich es nie erwarten, endlich in seinen Zeilen zu verschwinden, seine Geschichten aufzusaugen und in ihnen zu ertrinken. Genau das tue ich. Ich gehe unter in seinen Worten. Im Anschluss brauche ich Zeit, um eigene Worte zu finden für das, was ich gelesen habe. Worte, die der Geschichte in meinen Augen niemals gerecht werden können. Worte, in denen ihr meine Betroffenheit lesen könnt. Worte, die euch vielleicht neugierig machen oder das Buch auf eure Leseliste wandern lassen.

Besonders ist nicht nur der Inhalt des Buches, sondern auch der Aufbau. Zwischen den Kapiteln befinden sich informierende Abschnitte, die jeweils zum Inhalt der Kapitel passen. Zum Beispiel kann es in diesen Abschnitten um ein Land, politische Konflikte oder auch verschiedene Dinge, die das Leben auf der Erde betreffen, gehen. Alle Abschnitte sind illustriert und haben einen Mehrwert für die Geschichte. Vor jedem der großen Abschnitte, die das Buch insgesamt strukturieren, befinden sich die von Martin gewohnten Zitate verschiedener Personen.

Was ich gar nicht mag, ist der Geruch in den Städten. Es stinkt nach Menschen und Autos. Bei uns im Wald riecht es nach Blumen. Davi Kopenawa Yanomami (S. 24)

Zusätzlich gibt es vor jedem Kapitel Stichworte zur Bildersuche im Internet. Dieses Procedere ist ebenfalls in vielen Büchern Martins wiederzufinden. Wer mag, kann sich so ein noch umfassenderes Bild machen. Man sollte überlegen, welche Begriffe man tatsächlich googelt und ob man sich mit diesen näher auseinandersetzen kann und möchte. Einige Inhalte sollten nicht angeschaut werden, wenn das Lesen nicht begleitet wird, bzw. wenn der Lesende zu jung ist.

Eigentlich sind meine Worte nun aufgebraucht. Wie könnte ich euch von dieser Reise erzählen, über die ich gelesen habe? Mitnichten würdet ihr aus meinen Worten lesen können, wie echt sie wirkt, wie sie mich betroffen hat. Ich kann euch darüber berichten, dass ich nach dem Lesen immer noch nicht weiß, ob diese Reise nicht genau so passiert ist.  Hieß der Protagonist schließlich auf Seite 5 noch Mathis Martin und stammte aus Kanada. Später hieß er dann Mathis Mandel. Zufall? Ich habe darauf bisher keine Antwort gefunden. Aber darauf, was diese Geschichte uns geben soll und kann.

Hope erzählt uns von den Dingen, die momentan auf der Welt passieren. Wir tauchen in eine Welt ein, von der wir uns täglich abwenden. Obwohl wir viel mehr hinschauen sollten. Denn all diese Dinge passieren wirklich auf unserer Welt. Sie betreffen uns. Betreffen die kleinen Menschen wie Hope, betreffen die großen Menschen wie Akash. Ich hoffe, dass Hope bei euch genau diese Gefühle auslöst, euch für die Thematik sensibilisiert, wie alle Bücher Martins. Schaut euch um, schaut hin, helft Hope. Dann sind wir auf einem guten Weg.

Fazit:

Wer auf der Suche nach einem ganz besonderen Buch ist, das eine so wahr anmutende Geschichte voller berührender Schicksale erzählt, sollte Hope lesen. Als Leser muss man bereit sein, sich unangenehmen Wahrheiten zu stellen und diese tiefergehend zu reflektieren. Wenn man das kann, wird Hope für den Leser zu einem tief beeindruckenden Lieblingsbuch.

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