Die Spiegelreisende – Die Verlobten des Winters

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Bei diesem Buch handelt es sich um ein Rezensionsexemplar. Aus diesem Grund kennzeichne ich diesen Beitrag mit |Werbung|. Für meine Beiträge werde ich grundsätzlich nicht bezahlt.

verlotespiegel
Bildquelle: Jane Fetzer, Der Hörverlag

Allgemeines:

Das Hörbuch Die Spiegelreisende – Die Verlobten des Winters ist in gekürzter Version am 11.03.2019 im Audio Verlag als MP3-CD-Fassung erschienen. Die beiden CDs haben insgesamt eine Laufzeit von 12 Stunden und 47 Minuten. Gelesen wird das Hörbuch von der Sprecherin Laura Maire.

Die Romanvorlage ist im Insel Verlag erschienen und von Christelle Dabos geschrieben worden. Dabos hat den Roman als Auftakt zu einer Serie angelegt, der zweite Band Die Spiegelreisende – Die Verschwundenen vom Mondscheinpalast wird Ende Juli 2019 als Printversion erscheinen. Das Hörbuch ist auch angekündigt, wird also ebenfalls noch in diesem Jahr herausgebracht. Auch ein dritter und ein vierter Band sind bereits mit Titel und Cover auf der Homepage des Suhrkamp Verlages zu entdecken. Vermutlich wird die als Saga bezeichnete Reihe weitaus mehr als dreiteilig bleiben. Ich bin gespannt!

Inhalt:

„Unter ihrem alten Schal und hinter ihrer Brille verbirgt Ophelia zwei besondere Eigenschaften: Sie kann die Vergangenheit von Gegenständen lesen und durch Spiegel reisen. Ophelia lebt friedlich in einem Universum, das aus 21 Archen besteht, auf denen ebenso viele »Familiengeister« mit besonderen Fähigkeiten herrschen. Da eröffnet man dem jungen Mädchen, dass sie ab sofort mit Thorn vom mächtigen Klan der Drachen verlobt ist. Sie muss ihre Familie auf der Arche Anima verlassen, um ihm in die schwebende Hauptstadt der Arche Pol zu folgen. Warum wurde ausgerechnet sie ausgewählt? Warum soll sie ihre wahre Identität verbergen? Ophelia muss sich in einem tödlichen Spiel bewähren …“ (Quelle: Verlagsgruppe Random House“

Meine Meinung:

Als Die Spiegelreisende in Buchform erschienen ist, war ich sehr skeptisch. Ein Buch, das damit beworben wird, ähnlich gut wie Harry Potter zu sein, kann mit diesem Vergleich nicht mithalten. Das ist ausgeschlossen. Gleiches gilt für Herr der Ringe, Eragon, den Hobbit oder Game of Thrones. Eigentlich wird durch solche Vergleiche sogar eine Erwartungshaltung erzeugt, die nur enttäuscht werden kann. In meinen Augen schmälert man dadurch beinahe den möglichen Erfolg eines Buches. Ich kaufe mir eigentlich kein Buch, das so beworben wird. Ihr? Wenn ja, trotz oder wegen der Empfehlung?

Wie ihr euch denken könnt, habe ich dann erstmal abgewartet. Da ich bisher nicht mit dem Insel Verlag zusammenarbeite, konnte ich das Buch nicht zur Rezension anfragen. Es ist mir immer mal wieder über den Weg gelaufen, ich habe es mal aus den Augen verloren und dann wiedergefunden. Schlussendlich habe ich mich dazu entschieden, es mir im Urlaub zu kaufen. Leider hatte die dortige Buchhandlung es nicht und auch dieser Plan wurde verworfen. Als ich wieder zu Hause war, entdeckte ich es im Bloggerportal als Hörbuch. Auf der Startseite wurde ich „gefragt“, ob ich es gerne anfragen möchte. Ein Wink mit dem Schicksal, oder?

Das Hörbuch ist dem Buch entsprechend gestaltet. Euch erwarten zwei CDs. Ich habe das Hörbuch im Auto gehört und als sehr angenehm empfunden. Die Hörbuchsprecherin Laura Maire kenn ich bereits aus vielen anderen Hörbüchern. Anfangs fiel es mir schwer, mich von den letzten Charakteren zu lösen, die ihre Stimme für mich verkörperte. Mit der Zeit war ich jedoch in der Handlung der Geschichte angekommen und konnte jegliche andere Assoziation mit der Stimme ablegen. Maire zuzuhören bringt einfach Spaß!

In einer Hörbuchrezension gehe ich stets verstärkt auf das „Wie“ des Hörbuches ein. Für mich war es ein echter Wermutstropfen, dass es sich um eine gekürzte Lesung handelt. Eine Frage, die mich bei gekürzten Hörbüchern stets begleitet, ist: Habe ich etwas verpasst? Ich empfinde es als Verlust, nicht das ganze Buch hören zu dürfen. Autoren schreiben Bücher. Dann geschieht im Lektorat etwas in den meisten Fällen Sinnvolles: Die Manuskripte werden gekürzt. Verlag, Autoren und Lektorat bringen in gemeinschaftlicher Arbeit ein Buch heraus. Ein Buch, das im Idealfall alle Parteien als gelungen empfinden. Der Autor vielleicht mit einem weinenden Auge, weil ihm doch noch eine wichtige Szene weggestrichen worden ist. Und nun wird das Hörbuch eingesprochen. Wie und vor allem wer entscheidet denn nun erneut, dass sich im Buch immer noch Szenen befinden, die eigentlich weggelassen werden können??? Ich empfinde diese Kürzungen stets als eine Art Frevel. Subtil begleitete mich also während des Hörens das Gefühl, etwas zu verpassen. Und dieses Gefühl ließ mich bis zum Ende der Geschichte nicht los. Ich habe nun das dringende Bedürfnis, doch noch das Buch zu erwerben und nachzulesen, ob ich in einer Rezension überhaupt eine Meinung über alle Zusammenhänge abbilden kann. Bitte lieber Hörverlag, kürzt die nächsten Teile der Reihe in der Hörbuchversion nicht!

Insgesamt betrachtet habe ich natürlich eine Geschichte gelesen, die mitnichten mit Harry Potter zu vergleichen ist. Das war mir ja bereits im Vorfeld klar. Dabos hat eine Welt entworfen, die spannend erscheint. Ihr ist es gelungen, mich neugierig zu machen. Ich werde die Reihe verfolgen. Trotz einiger Längen hat sie den Charakteren viel Leben eingehaucht und mich in eine surreale Welt entführt, die ich gerne näher kennenlernen möchte. Wird es ihr gelingen, das Niveau, das sie anstrebt, halten zu können? Wird sie eine Reihe schreiben, von der die Menschen auch noch in über 20 Jahren sprechen?

Fazit:

Ein sehr gut gelesenes Hörbuch, das neugierig auf den weiteren Verlauf der Reihe macht.

PS: Natürlich nicht mit Harry Potter zu vergleichen.

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