Alles was ich dir geben will

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Bei diesem Buch handelt es sich um ein Rezensionsexemplar. Aus diesem Grund kennzeichne ich diesen Beitrag mit |Werbung|. Für meine Beiträge werde ich grundsätzlich nicht bezahlt.

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Bildquelle: btb

Allgemeines:

Alles was ich dir geben will stand monatelang auf der Bestsellerliste Spaniens und wurde mit dem wichtigsten Literaturpreis Spaniens, dem Premio Planeta, ausgezeichnet. Die spanische Schriftstellerin Dolores Redondo ist einem breiten Lesepublikum bereits durch ihre Baztán-Trilogie bekannt, die ebenfalls auf der spanischen Bestsellerliste stand und bereits verfilmt wurde.

Alles was ich dir geben will erschien am 25. März 2019 bei btb als Hardcover und umfasst 608 Seiten.

Inhalt:

„»Er hatte den Verdacht, dass sein ganzes Leben auf einer Lüge aufgebaut war.« Als der Schriftsteller Manuel Ortigosa erfährt, dass sein Mann Álvaro bei einem Autounfall ums Leben gekommen ist, eilt er sofort nach Galicien. Dort ist das Unglück passiert. Dort ist die Polizei auffallend schnell dabei, die Akte zu schließen. Dort stellt sich heraus, dass Álvaro ihn seit Jahren getäuscht und ein Doppelleben geführt hat. Doch was suchte Álvaro in jener Nacht auf einer einsamen Landstraße? Zusammen mit einem eigensinnigen Polizisten der Guardía Civil und Álvaros Beichtvater stellt Manuel Nachforschungen an. Eine Suche, die ihn in uralte Klöster und vornehme Herrenhäuser führt. In eine Welt voller eigenwilliger Traditionen – und in die Abgründe einer Familie, für die Ansehen wichtiger ist als das Leben der eigenen Nachkommen.“ (Quelle: Verlagsgruppe Random House)

Meine Meinung:

Alles was ich dir geben will ist Thriller, klassischer Krimi, spannende Familiengeschichte und Milieustudie in einem. Man könnte meinen: nicht lesbar, weil oberflächlich. Aber dem ist nicht so. Dolores Redondo schafft eine ganz eigene Stimmung mit dieser Art des Erzählens. Man ist erinnert an Wilkie Collins Erzählweise, die hier in moderner Form wieder auflebt. Der eigentliche Protagonist ist Manuel, der mit Álvaro Muñiz de Dávila verheiratet ist. Álvaro spielt in diesem Buch aber eine ebenso wichtige Rolle, denn nach seinem Tod wird sein undurchsichtiges Leben in Rückblenden entschlüsselt. Die Handlung beginnt mit einer riesigen persönlichen Enttäuschung für Manuel, die den Schmerz über den Tod seines Mannes total überdeckt. Er hat geglaubt, seinen Mann durch und durch zu kennen und muss nun feststellen, dass dieses nicht so war. Im Zwiespalt zwischen „Ist mir doch alles egal…“ und „Ich will die Wahrheit herausfinden…“ gefangen, versucht Manuel sein Leben zu leben. Ist sein Mann einen Unfalltod gestorben oder wurde er wirklich umgebracht, wie ein kleiner Kommissar, dem der Mund verboten wurde, behauptet? Dann gibt es noch einen undurchsichtigen Anwalt und diverse Menschen, die Álvaro in unterschiedlichen Lebensphasen gekannt haben. Manuels Sprüsinn wird geweckt:

Er begibt sich auf die Suche nach der Wahrheit. Dabei lernt er eine ihm fremde Welt kennen, die des Adels mit all seinen Facetten, guten wie schlechten. Manuel ist Schriftsteller und befindet sich schon seit längerer Zeit in einer Schaffenskrise. Das mag einer der Gründe sein, warum er sich letztlich doch darauf einlässt, das Erbe von Álvaro zumindest vorerst anzutreten, ein Erbe das unermesslich viel Verantwortung mit sich bringt. Je besser er die Familie Álvaros kennenlernt, desto mehr Ungereimtheiten, Fragen, Irritationen und Ärgernisse ergeben sich. Manuel dringt immer weiter vor in die Welt des Adels und erhält von Menschen Unterstützung, denen er zunächst mit Misstrauen begegnet. Inwieweit sich dieses rechtfertigt, wird hier nicht verraten. Alles was ich dir geben will entfaltet Themen, die hochaktuell sind und immer wieder den Finger in die Wunde auch der heutigen Gesellschaftsstrukturen legen. Zudem werden die Dimensionen von Solidarität, Ergebenheit und Skrupel aus verschiedenen Perspektiven beleuchtet.

Redondo schafft Charaktere, die einem ans Herz wachsen, da sie so manche Wandlung durchlaufen und somit besonders glaubwürdig sind.

Auch der Großmeister des spannenden Romans Carl Ruiz Záfon bezeichnet Redondo als „Königin der literarischen Spannung“. Ich kann mich dem nur anschließen.

Fazit:

Ein Buch, das ich uneingeschränkt weiterempfehlen kann. Es liest sich gut weg, man kann einfach nicht aufhören. Es ist zu hoffen, dass sich aus dem seltsamen Ermittlungstrio noch weitere Bände ergeben. Potential gibt es genug.

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