Die Töchter von Ilian

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Bei diesem Buch handelt es sich um ein Rezensionsexemplar. Aus diesem Grund kennzeichne ich diesen Beitrag mit |Werbung|. Für meine Beiträge werde ich grundsätzlich nicht bezahlt.

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Bildquelle: Jane Fetzer, Fischer Tor

Allgemeines:

Die Töchter von Ilian ist das neuste Werk aus der Feder von Jenny-Mai Nuyen. Auf meinem Blog findet ihr bereits Rezensionen zu ihren Büchern Heartware und Nijura – Das Erbe der Elfenkrone. Alle anderen habe ich zwar gelesen, aber noch nicht rezensiert.

Die Töchter von Ilian ist im High Fantasy Genre zu verorten und hat (wie so oft in diesem Genre) mit 656 Seiten einen Umfang mit Schmökerpotential. Fischer Tor bietet dem Paperback ein Zuhause und hat ihm ein Gewand verliehen, das sofort an das Thema Natur denken lässt.

Ob der verwendete Sticker mit dem Inhalt: Starke Fantasy von einer starken Autorin in der heutigen Zeit noch notwendig ist, stelle ich einfach mal zur Debatte… Ich hätte das Buch auf jeden Fall auch gelesen, wenn es ein Mann geschrieben hätte… Des Weiteren hätte ich mir für eine so besondere Geschichte auch ein etwas ausgefalleneres Cover gewünscht. Zum Glück kann die innen abgebildete Karte überzeugen, die vielversprechende Details zur Geschichte enthält.

Inhalt:

„Die junge Walgreta wünscht sich nichts sehnlicher, als von den Weisen Frauen aufgenommen zu werden, die in den tiefen Wäldern die magischen Mysterien wahren. Doch das Schicksal führt sie auf andere Pfade: Bei Feierlichkeiten in der Zwergenstadt Horuns Bauch verliebt sie sich in den elfischen Wandererzähler Fayanú. Fayanú wurde von den Elfen ausgesandt, um die verschollenen Iliaden – vier geheimnisvolle magische Artefakte – aufzuspüren und zurück ins Reich Ilian zu bringen.

Er widersetzt sich jedoch seinen Befehlen und schenkt Walgreta den ›Blickenden Becher‹, jenes magische Artefakt, das die Vergangenheit sichtbar macht. Walgreta erkennt darin eine Chance, die Herrschaft der Weisen Frauen wiederherzustellen, die einst die Völker der Zwerge, Elfen und Menschen ohne Gewalt regierten. Zusammen mit Fayanú bricht sie auf zu einer gefahrvollen Reise. Denn sie sind nicht die Einzigen, die es auf die magischen Artefakte abgesehen haben … “ (Quelle: Fischer Tor)

Meine Meinung:

Wo soll ich da anfangen?

Ich habe das Buch vor einigen Tagen beendet. An die Rezension konnte ich mich nicht sofort setzen. Das hatte keine zeitlichen Gründe. Ich musste die Geschichte erst einmal sacken lassen. Zudem habe ich noch viel recherchiert und einige Interviews mit der Autorin gelesen, um alles wirklich zu verstehen. Und schon sind wir bei dem Punkt angekommen, der Nuyens Buch von vielen anderen abhebt: Ihre genaue Recherche und die vielen Informationen, die sich hinter der eigentlichen Geschichte verbergen. Nuyen zeichnet im Grunde genommen ein Portrait einer früheren Zeit, das sich an vielen Stellen problemlos auf die heutige Gesellschaft übertragen lässt. Inspiriert wurde sie dazu von den Einwanderungswellen während der Kupferzeit und dem damaligen Leben der Menschen.

Als besonders aufschlussreich habe ich dieses Interview empfunden. Wenn ihr mehr über das Buch erfahren möchtet, seid ihr dort auf jeden Fall richtig.

Aber nun zur eigentlichen Geschichte. Besonders gefallen hat mir der Grundgedanke, dass die magischen Artefakte innerhalb der Geschichte an Magie bzw. Kraft gewinnen, wenn sie verschenkt werden. Das wiederspricht dem Grundgedanken der meisten Menschen, immer alles besitzen zu wollen und der Geiz-ist-geil-Mentalität der heutigen Gesellschaft enorm. So etwas habe ich bisher noch nicht gelesen und so mancher sollte diesen Gedanken dringend auch in seinem eigenen Leben weiterverfolgen… Des Weiteren fällt es mit einem solchen Grundgedanken schwer, eine Geschichte zu schreiben, in der das Gute gegen das Böse kämpft. Wer ist gut? Wer ist böse? Warum? Genau diese Fragen haben auch die Protagonisten der Geschichte mehrfach beschäftigt. Wie weit kann ich gehen, wenn ich letzten Endes ein Artefakt verschenken will? Was darf ich tun, um es zu bekommen? Spannende Fragen, mit denen ich mich beim Lesen ebenfalls vielfach beschäftigt habe. Ich habe mit den Protagonisten mitgefiebert und tatsächlich in Gedanken häufiger „die Seite gewechselt“. Vermutlich ist genau dieses Dilemma bzw. der eigene innere Konflikt um die Thematik Gut und Böse in seiner Komplexität von Nuyen gewollt. Ein angenehmer Schachzug, der Innovation in die Geschichte bringt und sie für mich absolut unvorhersehbar gemacht hat.

Die Protagonisten der Geschichte sind einzigartig, obwohl sie den klassischen Völkern der Fantasy entstammen. Wir begleiten Fayanú und Walgreta, die eine ganz besondere Liebe verbindet auf ihrer Reise und der Suche nach den Artefakten. Dabei kreuzen und trennen sich ihre Wege immer wieder. Sie treffen auf Charaktere, die ich sofort ins Herz geschlossen habe. Beide müssen Entscheidungen treffen, die sie in ihrem Ausmaß und ihren Auswirkungen nicht einschätzen können. Beide leiden, beide verlieren und beide triumphieren. Auf ihre ganz eigene und von Nuyen poetisch erzählte Art und Weise.

Fazit:

In der heutigen Zeit ist der Erfolg eines Buches stärker denn je an die Verkaufszahlen gebunden. Kauft dieses Buch – nur dann wird es einen zweiten Teil geben. Und den würde ich so gerne lesen!

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