Das Herz der Zeit – Die unsichtbare Stadt

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Bei diesem Buch handelt es sich um ein Rezensionsexemplar. Aus diesem Grund kennzeichne ich diesen Beitrag mit |Werbung|. Für meine Beiträge werde ich grundsätzlich nicht bezahlt.

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Bildquelle: Jane Fetzer, Wunderlich

Allgemeines:

Das Herz der Zeit – Die unsichtbare Stadt ist der Auftaktband einer Trilogie. Der erste Band der Reihe ist am 19.02.2019 bei Wunderlich, also im Rowohlt Verlag, erschienen. Das Hardcover hat 432 Seiten und einen aufwändig gestalteten Einband, der Blicke auf sich zieht. Auch unter dem Schutzumschlag verbirgt sich eine Überraschung.

Autorin Monika Peetz hat bisher Bücher für die erwachsene Leserschaft geschrieben, Das Herz der Zeit ist ihr erster Jugendroman. Er wird ab einem Lesealter von 12 Jahren empfohlen.

Inhalt:

„Was wäre heute, wenn ich das Gestern ändern könnte?
Lena: Ein Mädchen ohne Vergangenheit. Aber mit tausend Fragen. Und nicht einmal ihre beste Freundin Bobbie kann sie beantworten, obwohl sie sonst immer alles weiß.
Dante: Ein Junge mit verschiedenfarbenen Augen. Er kommt aus einer anderen Welt. Und vielleicht hat er die Antworten, nach denen Lena sich so sehnt.
Eine geheimnisvolle Uhr mit acht Zeigern verbindet ihre Welten.
Eine Reise beginnt, die die Grenzen des Vorstellbaren sprengt.“ (Quelle: Verlagsseite Wunderlich)

Meine Meinung:

Als ich den Newsletter von Rowohlt bekam und unter den Neuerscheinungen Das Herz der Zeit entdeckte, war mir schnell klar, dass ich es gerne lesen wollte. Ich wurde auf verschiedenen Ebenen direkt angesprochen, da mir sowohl die Gestaltung des Buches als auch die inhaltliche Beschreibung zusagten. Als das Buch dann bei mir ankam, war ich sehr überrascht. Im Paket erwartete mich nicht nur das Buch, sondern auch die bereits im Klappentext beschriebene Uhr! Man kann sagen, was man will, ich bin der Meinung, dass man durch solche Dinge schnell eine weitaus höhere Identifikation mit einem Buch herstellt.

Ich begann mit der Lektüre und war sehr gespannt, welche Rolle die goldene Uhr genau spielen würde. Anders als in der Geschichte erzählt, hatte mein Exemplar natürlich nicht acht Zeiger. Das macht aber auch gar nichts. Ich fieberte also einer spannenden Zeitreisegeschichte entgegen.

Im Lauf der Geschichte lernen wir die Protagonisten Lena, Bobbie und Dante kennen. Lena lebt bei der Familie ihrer Tante, da ihre Eltern bei einem Autounfall ums Leben kamen. Bobbie hat eine überfürsorgliche Mutter. Und Dante? Tja, der stammt aus einer ganz anderen Welt. So interessant diese drei Protagonisten klingen, für mich als erwachsene Leserin war vor allem Lena ein sehr blasser Charakter. Da ich viele Bücher lese, die an eine jüngere Leserschaft gerichtet sind, kann ich das meiner Meinung nach aus verschiedenen Blickwinkeln betrachten und gut einschätzen. Lena war mir tatsächlich ein wenig zu langweilig. Sie trifft zudem so manche Entscheidung, die ich nicht nachvollziehen kann. Insgesamt kann ich beispielsweise nicht nachvollziehen, dass sie nicht viel früher von ihrer Tante eindeutige Antworten verlangt hat, da sich ja recht eindeutig zu erkennen mehr hinter dem Autounfall verbirgt.

Ich habe schon viele Kinder- und Jugendbücher über das Zeitreisen gelesen. In meinen Augen ist es schwer, in diesem Bereich ein Buch zu schreiben, das wahrhaftig innovativ ist. Peetz entwirft jedoch die unsichtbare Stadt, die auf mich eine große Faszination ausübte. Das ist ein Element, das ich in seiner Umsetzung so nicht erwartet hätte und über das ich gerne noch viel mehr erfahren würde. Für mich hätte davon im ersten Teil der Reihe etwas mehr stecken dürfen. World Building ist das A und O einer guten Fantasygeschichte. Oder wie sehr ihr das? Ähnlich erging es mir mit dem Zeitreisen an sich. Mir fehlen noch viele Details, die hoffentlich in den Folgebänden vertieft werden. Ich wünsche mir das sehr – sonst würde Das Herz der Zeit nur an der Oberfläche der Thematik Zeitreisen kratzen.

Monika Peetz hat einen leichten und flüssig zu lesenden Schreibstil, durch den sie ihre Leserschaft in ihren Bann zu ziehen vermag. Auch die ein oder andere Prise Humor spielt eine Rolle – ich bin sicher, dass auch Jugendliche beim Lesen das ein oder andere Mal lachen werden.

Fazit:

Insgesamt empfinde ich Das Herz der Zeit mit meiner Leseerfahrung als schöne Geschichte für Zwischendurch. Für die Folgebände wünsche ich mir ein wenig mehr Tiefe – das Potential steckt in der Geschichte. Dann würde es mit Sicherheit gelingen, aus dieser Reihe mehr zu machen.

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