Fauler Zauber

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Bei diesem Buch handelt es sich um ein Rezensionsexemplar. Aus diesem Grund kennzeichne ich diesen Beitrag mit |Werbung|. Für meine Beiträge werde ich grundsätzlich nicht bezahlt.

fauler Zauber
Bildquelle: Jane Fetzer, Knaur Taschenbuch

Allgemeines:

Fauler Zauber ist am 11.01.2019 als Taschenbuch bei Knaur erschienen. Die Klappenbroschur hat 420 Seiten und stammt aus der Feder der vielfach ausgezeichneten Autorin Diana Wynne Jones. 2007 erhielt Jones den World Fantasy Award für ihr Lebenswerk. Sie verstarb im Jahr 2011 in hohem Alter.

Die englischsprachige Ausgabe von Fauler Zauber erschien bereits im Jahr 1998. Jones lieferte mit Sophie im Schloss des Zauberers die Vorlage für den berühmten Film Das wandelnde Schloss. Das Buch muss ich unbedingt bald lesen. Kennt ihr es?

Inhalt:

„Ausnahmslos alle – die Zauberer, Soldaten, Bauern, Drachen und Elfen – haben die Nase voll von Mr. Chesneys „Pilgerfahrten“. Jahr für Jahr fallen Touristengruppen aus der benachbarten Welt ein, um ein klassisches Fantasy-Abenteuer zu erleben – mit allem, was dazu gehört: bösen Magierinnen, gefährlichen Drachen und dem furchteinflößenden Dunklen Fürsten. Stets werden andere Bewohner des Reiches dazu auserwählt, diese Rollen zu übernehmen.
Aber dieses Jahr reicht es den Leuten. Mr. Chesney mag einen mächtigen Dämon an seiner Seite haben, doch ein Orakel weiß Rat. Nun ist es an Zauberer Derk und seiner Familie aus Menschen und Greifen, den Verwüstungen Einhalt zu gebieten und ihre Welt zu retten.“ (Quelle: Knaur Taschenbuch)

Meine Meinung:

Was wäre, wenn die Charaktere all der fantastischen Welten, die wir regelmäßig besuchen, seit 40 Jahren in andere Rollen schlüpften – und das nur, weil die Menschen sie besuchen? Was wäre, wenn es tatsächliche organisierte Pilgerfahrten in fantastische Welten geben würde? Fahrten, auf denen gewöhnliche Menschen Abenteuer erleben wollen, die nur fantastische Gestalten, durch einen Knebelvertrag dazu gezwungen, ihnen bieten können? Und was wäre, wenn die Zauberer, Hexen, Werwölfe und Greife keine Lust mehr dazu hätten? Schließlich zerstören die Touristen regelmäßig große Teile ihrer Welt und sie verdienen daran nicht einmal genug Geld! Es gibt bei jeder Pilgerfahrt mehrere 100 Tote, von den Verlusten bei den Pferden ganz zu schweigen. Die Arbeitsbedingungen sind nicht länger auszuhalten, jeder möchte endlich wieder seinem richtigen Beruf nachgehen und sein Leben nicht länger nach faulem Zauber inszenieren. Das könnte niemand länger erdulden. Oder?

Diese Rezension einleitend, habe ich versucht die Gefühle der Protagonisten zu beschreiben, die zu Beginn der Lektüre geschildert worden sind. Als Leser fühlt man sich sogleich wie ein Teil ihrer Welt. Man regt sich mit ihnen zusammen über die Touristen auf, die regelmäßig ihre Welt besuchen. Und das liegt zu einem sehr großen Teil an den besonderen Protagonisten dieses Buches. Bevor die eigentlichen Abenteuer des Buches beginnen, wird ein ernüchterndes und erschütterndes Bld gezeichnet. Die Welt ist in großen Teilen zerstört, schafft es kaum, sich von Jahr zu Jahr zu erholen. Man beginnt, mit den Menschen zu fühlen und sich über die herrschenden Ungerechtigkeiten zu empören.

Jones ist es gelungen, eine so skurrile wie sympathische Familie zu erschaffen, die im Mittelpunkt der Geschehnisse stet. Und das nur, weil der Vater der Familie in diesem Jahr an der Reihe ist, den Dunklen Fürsten der Pilgerreisen zu spielen. Alle Familienmitglieder werden in die Planung der Reisen involviert. Seine Frau, seine menschlichen Kinder und seine Greifenkinder. Denn Derks Leidenschaft als Hexenmeister ist das Experimentieren mit verschiedenen genetischen Veränderungen. Somit kreierte er nicht nur denkende und sprechende Greifen, die als Familienmitglieder in seiner Familie leben. Nein, er hat auch fliegende Schweine, unsichtbare Katzen, ein ungestümes fliegendes Pferd namens Niedlich (und natürlich seine Mutter – Schönste) erschaffen. Gehässige Gänse, die mit Vorliebe Menschen angreifen und genau wissen, wie sie sie am besten ärgern können und so einige andere intelligente Gestalten sind ebenfalls mit von der Partie. Insgesamt bildet diese ganz besondere Familie den Ausgangspunkt für die Organisation vieler wichtiger Ereignisse der Pilgerreisen. Und die haben es in sich. Sie haben beinahe eine Art Drehbuch und sind sehr eng getaktet. Ihr könnt euch mit Sicherheit vorstellen, dass das Ganze ziemlich chaotisch wird, oder?

Selbstredend bleibt es nicht dabei, dass nur Hexenmeister eine Rolle spielen. Ein fürstlicher Drache, fleischfressende Schafe, eine Menge Zwerge und einige ruhmreiche Elfen werden ebenfalls auftauchen. Eben all die Gestalten, die in so einer Fantasywelt leben. Und all diese Gestalten versuchen, sich gegen Mr. Chesney, den Organisator der Pilgerreisen, zur Wehr zu setzen. Werden sie es schaffen, dem Knebelvertrag zu entkommen?

Fazit:

Jones ist es gelungen, eine zugleich humorvolle und düstere Geschichte zu schreiben, die ich so noch nie gelesen habe. Ich habe sie genossen, ich bin in ihr verschollen und wäre am liebsten gar nicht mehr herausgekommen. Die Autorin hat mich an vielen Stellen der Handlung überrascht. Aber auch Fauler Zauber war leider irgendwann zu Ende. Ich freue mich, dass dieses Buch für uns übersetzt worden ist und möchte es jedem Fantasyliebhaber ans Herz legen.

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