Die Tochter des Uhrmachers

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Bei diesem Buch handelt es sich um ein Rezensionsexemplar. Aus diesem Grund kennzeichne ich diesen Beitrag mit |Werbung|. Für meine Beiträge werde ich grundsätzlich nicht bezahlt.

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Bildquelle: Diana Verlag

Allgemeines:

Die australische Schriftstellerin Kate Morton ist einem breiten internationalen Lesepublikum durch ihre Romane bekannt. Mit Das geheime Spiel (2006) gelang ihr der große Durchbruch. Der Roman wurde mittlerweile in 29 Länder verkauft und 2007 mit dem General Fiction Book of the Year der Australian Book Industry Awards ausgezeichnet. Ähnliche Erfolge hatte sie mit Der verborgene Garten. Morton legt ihre Bücher stets so an, dass Historisches sich mit krimihaften Elementen vermischt. Das gilt auch für Die Tochter des Uhrmachers, das am 08.Oktober 2018 auf Deutsch in gebundener Form im Diana Verlag erschien. Es umfasst 608 Seiten.

Inhalt:

„Birchwood Manor 1862: Der talentierte Edward Radcliffe lädt Künstlerfreunde in sein Landhaus am Ufer der Themse ein. Doch der verheißungsvolle Sommer endet in einer Tragödie – eine Frau verschwindet, eine andere stirbt …

Über hundertfünfzig Jahre später entdeckt Elodie Winslow, eine junge Archivarin aus London, die Sepiafotografie einer atemberaubend schönen Frau und die Zeichnung eines Hauses an einer Flussbiegung. Warum kommt Elodie das Haus so bekannt vor? Und wird die faszinierende Frau auf dem Foto ihr Geheimnis jemals preisgeben?“ (Quelle: Verlagsgruppe Random House)

Meine Meinung:

Kate Morton beginnt diesen Roman mit dem, was war – vor vielen Jahren in Birchwood Manor. Eine Clique hat sich aus noch wenig bekannten Gründen an diesem Ort getroffen. Man weiß, dass dort etwas geschah… Sie lässt aus der Ich-Perspektive erzählen, wie alles begann und das in einem Ton, der einen ein wenig schaudern lässt. Die Einstimmung auf dieses Buch ist also schon einmal geglückt.

Die Tochter des Uhrmachers gliedert sich in vier große Teile, die wiederum in sich untergliedert sind. Das gibt dieser sehr umfangreichen Erzählung eine äußere Struktur. Mit der inhaltlichen Struktur ist das allerdings so eine Sache. Die Handlung umfasst mehrere zeitliche Ebenen: den Sommer 2017 sowie die Jahre 1940 und 1862.

Der Leser kann sich grob durch den Wechsel der Erzählperspektiven orientieren, allerdings gilt das eindeutig und klar erkennbar nur für den Teil der um 1862 erzählten Begebenheiten. Hier erzählt die Ich-Erzählerin Birdie alias Lily ihre Geschichte.

Beim weiteren Lesen merkt man, dass mit der Ich-Erzählerin etwas nicht stimmen kann. Ist sie der (gute oder böse) Geist von Birchwood Manor? Hat sie überhaupt dort gelebt, als „die Clique“ 1862 dort war? Morton macht viele Andeutungen, die zweideutig verstanden werden können. Manchmal anstrengend zu lesen, aber auch spannend. So ist man gezwungen, aufmerksam zu bleiben:

„Die Zeit vergeht anders, wenn ich allein im Haus bin; ich habe keine Möglichkeit festzustellen, wann ein Jahr vergangen ist. Die Sonnen geht auf und unter, der Mond erscheint am Himmel, aber ich spüre nicht mehr, wie die Zeit vergeht.“ (S. 82)

Die Zeitebenen der Jahre 1940 und 2017 verschwimmen ineinander und sind oft schwer auseinanderzuhalten. Nur etwas für erfahrene Leser!

Das verbindende Element in diesem Buch ist Birchwood Manor, ein Haus, in dem schon viel erlebt wurde, das fast einen eigenen Charakter besitzt. Man erfährt sehr viel über die Ereignisse dort und versinkt immer mehr in die Handlung des Buches. Es gibt die Protagonistinnen Elodie und Birdie, es gibt Edward und Tip und es gibt ein Geheimnis… . Recherchen in den Archiven aller Familien bringen so manche Merkwürdigkeiten ans Licht.

Dann gibt es noch ein altes Foto, auf dem eine wunderschöne Frau abgebildet ist. Dieses Foto löst bei dem jeweiligen Betrachter sehr unterschiedliche, stets aber sehr emotionale Reaktionen aus. Um diese Frau geht es in den Episoden um 1860, auch ihr Leben wird packend geschildert.

Je weiter man in dem Buch liest, desto mehr muss man sich konzentrieren. Das wird zunehmend anstrengend. Man sollte das Lesen auf keinen Fall für längere Zeit unterbrechen, denn sonst kommt man nicht mehr rein in dieses sonst sehr gelungene Buch.

Morton gelingt es, Emotionen ohne Kitsch zu beschreiben und einfach eine sehr spannende Geschichte zu erzählen.

Fazit:

Richtig gut erzählt, aber nur etwas für Leser mit sehr gutem Durchhaltevermögen, die sich von vielen Personen und Handlungssträngen nicht aus der Ruhe bringen lassen. Ich habe es nicht bereut, durchgehalten zu haben – ganz im Gegenteil!

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