Eiswelt

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Bei diesem Buch handelt es sich um ein Rezensionsexemplar. Aus diesem Grund kennzeichne ich diesen Beitrag mit |Werbung|. Für meine Beiträge werde ich grundsätzlich nicht bezahlt.

Eiswelt JF
Bildquelle: Jane Fetzer, Heyne Verlag

Allgemeines:

Jasper Fforde hat einen neuen Roman geschrieben! Das ist die wichtigste Info dieser Rezension, deshalb wollte ich sie euch gleich vorab mitteilen. Aber nun zum Wesentlichen…

Eiswelt ist am 12.11.2018 als Paperback bei Heyne erschienen. Es hat 656 Seiten und ist sowohl haptisch als auch optisch ein Hingucker. Zu dieser Jahreszeit passend kommt es in den Farben klirrender Kälte daher. Auch zum Inhalt hätte das Cover nicht treffender ausgewählt werden können.

Autor Jasper Fforde ist vielen von euch mit Sicherheit ein Begriff. Ich muss gestehen, dass Eiswelt mein Erstling von ihm ist. Auf meiner Leseliste stehen nun aber auch seine anderen Romane. Könnt ihr mir da etwas empfehlen?

Inhalt:

„In einer Welt, die der unseren gar nicht so unähnlich ist, hat die Eiszeit nie aufgehört. Jedes Jahr versinkt während der Wintermonate alles in Eis, Schnee und Dunkelheit. Selbst die Menschen ziehen sich zurück und halten Winterschlaf – außer die Winterkonsuln. Sie wachen über den Schlaf der Menschen, denn draußen in der Dunkelheit treiben heulende Bestien ihr Unwesen. Hier tritt der junge Charlie seine erste Arbeitsstelle an, und sie entwickelt sich schon bald zu einem Albtraum. Denn wenn Charlie diesen Winter überleben will, muss er wach bleiben. Um jeden Preis …“ (Quelle: Heyne Verlag)

Meine Meinung:

Ich war auf der Suche nach Neuerscheinungen, als mir Eiswelt über den Weg gelaufen ist. Da ich noch nie ein Buch von Jasper Fforde gelesen hatte, es aber schon lange vorhabe, war von einer Sekunde auf die andere entschieden, dass ich den neuen Roman lesen muss. Das Zusammenspiel von Cover, Titel und Erscheinungsdatum hat aber ebenfalls eine wichtige Rolle gespielt.

Fforde heißt den Leser sogleich willkommen. In einer skurrilen Parallelwelt, die unserer sehr ähnlich zu sein scheint. Ein entscheidender Unterschied besteht jedoch: Es gibt (bereits) eine durch den fortschreitenden Klimawandel forcierte Eiszeit. Das führt dazu, dass die Menschen sogar Winterschlaf halten. Dieses Vorgehen ist mit so einigen originellen Gefahren und merkwürdig anmutenden Gewohnheiten verbunden. Aber nicht nur das. Auch der Winter selbst hält für die wenigen wachen Überwinterer, die während der eiskalten Jahreszeit alles am Laufen halten, viele Überraschungen bereit. Fforde versteht es, seine Welt langsam zu entfalten. Er lässt den Lesern Zeit, sich an alles zu gewöhnen und die Eiswelt in Ruhe kennenzulernen. Ein sehr weises Vorgehen, vermutlich wären die Informationen sonst eher von überforderndem Charakter.

Dadurch erlangen auch seine Charaktere eine große Tiefe. Während der Lektüre lernt man zudem Charaktere kennen, die ihresgleichen suchen. Allen haftet eine gewisse Seltsamkeit an, die fast schon bizarre Ausmaße annimmt. Protagonist Charlie Worthington schliddert zu Beginn der Handlung in eine für ihn nahezu feindliche Welt und verheddert sich mit jeder Bewegung mehr und mehr in den Konflikten und Machenschaften der Überwinterer. Erst nach und nach wird deutlich, welche Konflikte in dieser Welt überhaupt bestehen und immer, wenn ich kurz vor dem Verzweifeln war, hat Fforde dem in sehr geschickter Art und Weise aufklärend entgegengewirkt. Vor allem zwei weibliche Charaktere haben es mir angetan. Welche das sind, möchte ich euch aber noch nicht verraten. Seid euch gewiss, dass sie alle mehr verbergen als ihr im ersten Moment denkt. Und fast jeder wird euch auf seine ganz einzigartige Art etwas bedeuten, sodass ihr darum fürchten werdet, dass er vom Winter geholt wird…

Es ist also klar: Auf Eiswelt muss man sich einlassen wollen und können. Wenn man das aber getan hat, liest man ein wahrhaftig unterhaltendes Buch, das einen in die Welt des ewigen Eises zu entführen vermag. Was wird Charlie Worthing über die viralen Träume herausfinden? Und was zur Hölle hat es mit dem blauen Buick auf sich? Vielleicht weiß es ja die Gronk…

Fazit:

Ein überaus skurriles winterliches Lesevergnügen.

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