Hazel Wood – Wo alles beginnt

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Bei diesem Buch handelt es sich um ein Rezensionsexemplar. Aus diesem Grund kennzeichne ich diesen Beitrag mit |Werbung|. Für meine Beiträge werde ich grundsätzlich nicht bezahlt.

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Bildquelle: Jane Fetzer, Dressler

Allgemeines:

Hazel Wood – Wo alles beginnt erschien bereits im August 2018. Aufgrund einiger miteinander verketteter Umstände ist es etwas später als geplant bei mir eingetroffen, das hat meine Lesefreude jedoch nur noch mehr gesteigert.

Das gebundene Buch ist bei Dressler, also in der Verlagsgruppe Oetinger, erschienen und wird ab einem Lesealter von 14 Jahren empfohlen. Da es sich um ein düsteres Märchen handelt, kann ich dieser Empfehlung nur zustimmen und sie eventuell sogar noch ein wenig nach oben korrigieren.

Ähnlich wie bei Amrita, das ebenfalls bei Dressler erschienen ist, verbirgt sich unter dem Schutzumschlag von Hazel Wood eine kleine Überraschung. Schaut es euch selbst an und macht euch auf den Weg in den Wald…

Inhalt:

„Seit Alice denken kann, wird sie vom Unheil verfolgt. Dann stirbt ihre Großmutter, die mysteriöse Märchenerzählerin Althea Proserpine, und kurz darauf verschwindet Alices Mutter spurlos. Zurück bleiben die Worte „Halt dich fern von Hazel Wood”. Alice spürt, dass sie ihre Mutter erst wiedersehen wird, wenn sie an den Anfang ihrer eigenen Geschichte geht. Schritt für Schritt entdeckt sie eine unheimliche Wahrheit. Um endlich frei zu sein, bleibt Alice nur eine Wahl: Sie muss nach Hazel Wood … Dorthin, wo alles beginnt.“ (Dressler)

Meine Meinung:

„Schon damals war ich ein Mädchen, das die Rückseiten der Möbel nach verborgenen Türen abklopfte und jeder Sternschnuppe am Nachthimmel einen Wunsch hinterherschickte.“ (S. 23)

Hazel Wood ist wahrhaftig ein Märchen. Ein böses Märchen. Ein Märchen voller düsterer Gestalten und Dingen, denen man nicht mal in seinen Alpträumen begegnen möchte. Und gleichzeitig ist es eine Geschichte, die ich jederzeit noch einmal von Anfang an lesen würde. Sie hat mich aufgesogen mit ihrer Struktur und ihren Rahmenbedingungen, die märchenhafter nicht hätten sein könnten. In Hazel Wood verliert man sich. Genau wie in dem im Buch beschriebenen (fiktiven) Hazel Wood. Die ganze Geschichte mutet an wie ein Märchen im Märchen, das es ja offenbar auch sein soll.

Doch beginnen wir am Anfang.

Protagonistin Alice, die natürlich aus bestimmten und gut durchdachten Gründen Alice heißt, wie könnte es auch anders sein, lebt ein Leben auf der Flucht. Gemeinsam mit ihrer Mutter zieht sie von Ort zu Ort und scheint stets vom Unglück verfolgt zu werden. Obwohl die beiden Frauen gerade dachten, dass sie länger an einem Ort verweilen könnten, holt sie auch dort das Böse ein und stiehlt ihnen all ihr sorgsam gehütetes Glück. Auf dramatische Art und Weise werden die beiden auseinander gerissen, obwohl sie doch nur sich selbst als feste Konstante in ihrem Leben haben.

All diese Ereignisse stehen durch die Geschichte hinweg unter dem Schatten von Alice‘ Großmutter Althea Proserpine. Wer ist diese ominöse alte Frau, die anscheinend ein ganzes Buch voller (böser) Märchen geschaffen hat, das nahezu unauffindbar ist? Ist sie böse? Eine Frau, die unterschätzt wird? Oder ist sie gar die nette Großmutter von nebenan? Ist sie verantwortlich für die Entstehung des Hinterlandes? Stammen die Gestalten, die plötzlich in der realen Welt auftauchen direkt aus ihren Geschichten oder verbirgt sich noch mehr dahinter?  Fragen, die Alice nicht beantworten kann, denn sie hat Altheas Buch nie gelesen und ihre Großmutter nie kennengelernt. Wird sie eine Ausgabe der Märchen aus dem Hinterland finden, um Licht ins Dunkel zu bringen? Oder wird dann alles noch schlimmer werden?

„Eine alte Frau beobachtete uns aus einem Fenster im ersten Stock des nächsten Gebäudes, so grimmig, als hätten wir unbefugt ihren Rasen betreten. Der Blumenmann hielt in einer Hand eine Kamera. Das Mädchen sah mich an, als sie ihr Schwein von der Leine ließ. Der Mann hob die Kamera vors Gesicht.

Sie waren das Hinterland. Sie alle – alle waren sie das Hinterland.“ (S. 127)

Wie bereits im Klappentext erwähnt, führt natürlich nur ein Weg zur Lösung der Geschichte: der Weg nach Hazel Wood. Und dieser lange und unheimliche Weg, den ich zusammen mit Alice beschreiten durfte, wird euch entführen. In eine Welt voller Schrecken, aber auch schöner Dinge. Es war mir ein Vergnügen, dort zu sein und ich kann mir gut vorstellen, noch einmal dorthin zurückzukehren. Zurück ins Hinterland, zurück zu all den Dingen, die Alice dort kennengelernt hat. Und zurück nach Hazel Wood – dorthin, wo alles beginnt.

Fazit: 

Ein sehr lesenswertes und düsteres Märchen, in das ich jederzeit wieder eintauchen würde.

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Ein Gedanke zu “Hazel Wood – Wo alles beginnt

  1. Hey meine Liebe,
    ich fand das Buch auch wirklich gut, wenn auch irgendwie verstörend. 😀 Es ist schon ordentlich düster und manches Mal habe ich mir echt gedacht, oh man das sind Märchen. 😉 Aber letztlich eine spannende und interessante Umsetzung.
    Liebe Grüße, Toni

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