Elian und Lira – Das wilde Herz der See

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Bei diesem Buch handelt es sich um ein Rezensionsexemplar. Aus diesem Grund kennzeichne ich diesen Beitrag mit |Werbung|. Für meine Beiträge werde ich grundsätzlich nicht bezahlt.

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Bildquelle: Jane Fetzer, dtv

Allgemeines:

Elian und Lira – Das wilde Herz der See ist am 20. Juli 2018 als gebundenes Buch bei dtv erschienen. Es handelt sich um einen Einzelband, der 384 Seiten hat und vom Verlag ab einem Lesealter von 14 Jahren empfohlen wird. Der Originaltitel des Debütromanes der englischsprachigen Autorin Alexandra Christo lautet: To Kill a Kingdom. Hier findet ihr ein Buchspecial vom dtv Verlag. Dort könnt ihr auch eine Ausgabe des Buches gewinnen.

Inhalt:

„Eine Fantasywelt, so betörend wie ein Sirenenlied – düster, romantisch und voller Sogkraft

Lira ist die Tochter der Meereskönigin. Jahr für Jahr ist sie dazu verdammt, einem Prinzen das Herz zu rauben. Doch dann begeht sie einen Fehler und ihre Mutter verwandelt sie zur Strafe in die Kreatur, die sie am meisten verabscheut – einen Menschen. Und sie stellt Lira ein Ultimatum: Bring mir das Herz von Prinz Elian oder bleib für immer ein Mensch. Elian ist der Thronerbe eines mächtigen Königreichs. Doch das Meer ist der einzige Ort, an dem er sich wirklich zu Hause fühlt. Er macht Jagd auf Sirenen, vor allem auf die eine, die so vielen Prinzen bereits das Leben genommen hat. Als er eines Tages eine junge Frau aus dem Ozean fischt, ahnt er zunächst nicht, wen er da an Bord geholt hat. Bald wird aus Misstrauen jedoch Leidenschaft und das Unerwartete geschieht – die beiden verlieben sich ineinander.“ (Quelle: dtv)

Meine Meinung:

Nachdem wir nun den Klappentext gelesen haben und vermuten, dass wir es hier mit einer kitschigen Liebesgeschichte zu tun haben, die nicht lesenswert erscheint, sollten wir alle ganz tief durchatmen.

Ja, der im Deutschen gewählte Titel suggeriert uns, dass es ausschließlich um zwei Menschen geht. Ja, der Eindruck wird vom gewählten Klappentext verstärkt. Ja, der Titel erinnert zum Beispiel extrem an die Buchreihe um Elias und Laia (die gewählten Namen klingen wirklich beinahe gleich), in der eine Liebesgeschichte im Vordergrund steht. Nein, der Titel ist in Anbetracht der Tatsache, dass dieses Buch so gar nichts mit der Reihe zu tun hat, nicht gut und wenig originell gewählt. Auch in Anbetracht der Tatsache, dass der originale Titel etwas ganz anderes verspricht, scheint die Wahl eher missglückt zu sein.

To Kill a Kingdom. Das klingt wesentlich verheißungsvoller. Welches Königreich soll „getötet“ werden? Wie? Auf welche Art und Weise? Ist das gerechtfertigt? Wer ist beteiligt? So viele Fragen und Assoziationen, die durch den eigentlichen Titel des Buches ausgelöst werden. Fragen von einer anderen Qualität und Intensität. Und genau darauf sollten wir uns konzentrieren. Denn Das wilde Herz der See ist ein gutes Buch. Ein Buch voller Magie, griechischer Mythologie und Piraten. Und das klingt doch sehr vielversprechend – oder?

„Ich habe ein Herz für jedes Jahr meines Lebens. Siebzehn liegen im Sand meines Schlafzimmers vergraben. Immer wieder wühle ich im Untergrund, um nachzusehen, ob sie noch da sind. Blutig und in der Tiefe verborgen. Ich zähle sie, um sicherzugehen, dass keines über Nacht gestohlen wurde. Die Sorge ist nicht unbegründet. Herzen bedeuten Macht, und wenn es etwas gibt, was mein Volk mehr schätzt als das Meer, dann ist das Macht.“ (S. 5)

Das wilde Herz der See ist alles andere als kitschig. Manchmal erschien mir die düstere Handlung sogar nicht für 14-jährige Leser geeignet. Das liegt darin begründet, dass das beschriebene Volk des Meeres, dem Protagonistin Lira angehört, brutal lebt und handelt. Das wilde Herz der See ist eben kein Märchen, eher eine Art märchenhafte Adaption. Und es liegt natürlich auch daran, dass es um einen Krieg geht. Einen Krieg zwischen zwei Völkern, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Die sich nicht schlechter verstehen könnten. Denn es gibt lediglich den Tod zwischen ihnen.

Mir hat das Worldbuildung des Buches gut gefallen, an manchen Stellen hätte ich mir jedoch eine Karte gewünscht. Es werden nämlich nicht nur die Bewohner des Meeres, sondern auch viele Völker des Festlandes erwähnt und beschrieben. Christo hat eine Welt entworfen, die grundsätzlich sehr komplex ist. Das wilde Herz der See ist als Einzelband angelegt, ich kann mir aber durchaus vorstellen, dass es entweder eine weitere Geschichte in dieser Welt geben wird, oder die Geschichte doch noch einmal fortgeführt wird. Beides würde mich freuen, denn der Ausflug in Christos Welt war mir  zu kurz. Die Geschichte ist in sich beendet, aber ich würde gerne noch mehr über die einzelnen Völker dieser Welt und ihre so unterschiedliche Lebensweise erfahren.

„Meine Haare winden sich schlangengleich über meinen Rücken. Sie sind rot wie mein linkes Auge – doch nur mein linkes, denn das rechte Auge jeder echten Sirene hat die Farbe des Meeres, in dem sie geboren wurde. In meinem Fall ist es das große Meer von Diávolos. Sein Wasser hat die Farbe von Äpfeln und Smaragden. In diesem Ozean liegt das Königreich Keto.“ (S. 6)

Das von Christo beschriebene Volk der Sirenen hat mich schon immer fasziniert. Natürlich hat sie es nicht neu erfunden, aber die von ihr entwickelten Eigenarten und die Lebensweise dieses Meeresvolkes wirkte auf mich originell und vor allem spannend. Für das Cover des Buches hätte ich mir die von Lira beschriebenen unterschiedlichen Augenfarben gewünscht. Aber dafür schillert es wunderschön und ist toll anzusehen..

Fazit:

Ein Debütroman mit vielen Stärken und einigen kleinen Schwächen. Ich würde gerne mehr von Alexandra Christo lesen!

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2 Gedanken zu “Elian und Lira – Das wilde Herz der See

  1. Hey meine Liebe,
    das klingt nach einem doch recht vielversprechenden Buch und nach deiner Rezi habe ich gleich ein ganz anderes Gefühl demgegenüber. Einfach weil du einen ganz anderen Punkt des Buches ansprichst.
    Vielen Dank. Gruß, Toni

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    • Hallo liebe Toni,
      es freut mich, dass ich offensichtlich einen ganz anderen Aspekt des Buches beleuchtet habe und du wieder Lust hast, es zu lesen.
      Ich lese normalerweise keine anderen Rezensionen bevor ich über ein Buch schreibe, das ist da oft sehr hilfreich :-). Mir hat das Buch auf jeden Fall sehr gut gefallen!
      Liebe Grüße
      Jane

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