Die rote Frau

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Bei diesem Buch handelt es sich um ein Rezensionsexemplar. Aus diesem Grund kennzeichne ich diesen Beitrag mit |Werbung|. Für meine Beiträge werde ich grundsätzlich nicht bezahlt. 

9783809026761
Bildquelle: Verlagsgruppe Random House

Allgemeines:

Autorin Alex Beer wurde in Bregenz geboren und lebt in Wien. Mit ihrem ersten Roman der August-Emmerich-Reihe Der zweite Reiter hatte sie großen Erfolg und wurde von der Presse hochgelobt. Sie erhielt dafür den Leo-Perutz-Preis für Kriminalliteratur. Die rote Frau ist der zweite Band der spannenden Reihe um Rayonsinspektor August Emmerich.

Die rote Frau ist am 21. Mai 2018 in gebundener Form bei Limes erschienen und umfasst 413 Seiten.

Inhalt:

„Wien, 1920: Die Stadt von Kriminalinspektor August Emmerich ist ein Ort der Extreme, zwischen bitterer Not, politischen Unruhen und wildem Nachtleben. Während seine Kollegen den aufsehenerregenden Mordfall an dem beliebten Stadtrat Richard Fürst bearbeiten, müssen Emmerich und sein Assistent Ferdinand Winter Kindermädchen für eine berühmte Schauspielerin spielen, die um ihr Leben fürchtet. Dabei stoßen sie nicht nur auf eine ominöse Verbindung zu Fürst, sondern kommen einem perfiden Mordkomplott auf die Spur. Es beginnt ein dramatischer Wettlauf mit der Zeit, der sie in die Abgründe der Stadt und deren Einwohner blicken lässt.“ (Quelle: Verlagsgruppe Random House)

Meine Meinung:

Auf Alex Beer bin ich durch Zufall aufmerksam geworden. Eigentlich lese ich historische Krimis nicht so gerne, aber die von Beer sind wirklich sehr gut. Der erste Band um den Kriminalkommissar Emmerich Der zweite Reiter hat mir so gut gefallen, dass ich den Folgeband Die rote Frau unbedingt lesen wollte und ich bin genauso begeistert wie von Band eins. Protagonist ist Rayonsinspektor Emmerich, ein echter Typ, den man aber sofort in sein Herz schließt. Emmerich ist im Ersten Weltkrieg verwundet worden und leidet sehr darunter, dass er durch seine Verletzung körperlich nicht mehr voll einsatzfähig ist. Er bekommt den Unmut der Kollegen zu spüren, die mit einem Krüppel nichts zu tun haben wollen. Daran ändert auch seine Versetzung in die Abteilung „Leib und Leben“ nichts. Er hatte gehofft, hier in Mordfällen seine brillanten Ermittlerfähigkeiten einsetzen zu können, stattdessen darf er Schreibtischarbeit machen und ist zutiefst frustriert. Hinzu kommt seine persönliche Situation: Seine Freundin, die er sehr liebt, kehrt zu ihrem aus dem Krieg zurückgekehrten Mann zurück, die Lebensmittelversorgung im Wien der 1920er Jahre ist mehr als angespannt und sein Bein schmerzt immer mehr. Nur einer hält zu ihm: sein Assistent Winter, den er zunächst nicht sehr gut behandelt hat, aber dessen Solidarität er mittlerweile sehr zu schätzen weiß. Alles scheint sich zu ändern, als eine bekannte Schauspielerin auf dem Revier auftaucht, deren Anliegen niemand so richtig ernst nimmt. Man wälzt diesen Fall auf Emmerich und Winter ab. Emmerich ist genervt, Winter dagegen begeistert, er bewundert diese Frau. Beide nehmen sich ihres Falls an und besuchen das Filmset, an dem merkwürdige Dinge gesehen sein sollen. Um Hexerei soll es gehen. Keine Frage: Das kann man wirklich nicht glauben. Emmerich und Winter ermitteln zunächst nur pro forma, aber dann ist ihr Ehrgeiz gepackt… . Ebenso wie im ersten Band hat Beer den Fokus auch hier auf den zeitgeschichtlichen Aspekt gelegt. Man erfährt viel über das Leben der Wiener Bevölkerung nach dem Ersten Weltkrieg und ist oft erschüttert angesichts der großen Armut und des Hungers auf der einen und der Dekadenz auf der anderen Seite. Die Thematik der Kriegsheimkehrer spielt ebenfalls eine große Rolle. In Die rote Frau erfährt man zudem, dass auch in Österreich zeitgleich wie in der Weimarer Republik gesellschaftliche Strömungen den Rassebegriff für sich entdeckt haben. Da schaudert es einen!

Alex Beer schreibt spannend, ohne dramatisch zu sein, eher nüchtern und dadurch so überzeugend. Die Gestaltung der Cover beider Bände passt zum Inhalt: in schwarz-weiß gehalten mit historischen Motiven. Absolut stimmig und überzeugend.

Fazit:

Unbedingt lesen, zuerst aber Band eins, sonst ist es schade um den zweiten Band. Ich hoffe sehr auf baldige Folgebände!

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