Shadow Dragon – Der dunkle Thron

ShadowDragonJaneFetzer
Bildquelle: Jane Fetzer, Verlagsgruppe Oetinger

#rezensionsexemplar

Allgemeines:

Shadow Dragon – Der dunkle Thron ist der zweite Band in der Reihe um den Shadow Dragon und Protagonistin Kai. Der dunkle Thron ist im April 2018 bei der Verlagsgruppe Oetinger erschienen. Das gebundene Buch hat 400 Seiten und wird vom Verlag ab einem Lesealter von 14 Jahren empfohlen.

Optisch unterscheidet sich die Gestaltung des Buches vom ersten Band nur durch die gewählte Farbe. Aber das war den Lesern der Trilogie bereits bewusst, da leider schon im ersten Band die Cover der beiden Folgebände gezeigt worden sind. Dieser zweite Band ist nun also violett gestaltet und auch hier heben sich schimmernde haptische Elemente (unter anderem Drachenschuppen) ab.

Inhalt:

[Ab hier solltet ihr definitiv nur weiterlesen, wenn ihr den ersten Band bereits kennt. Der Klappentext des zweiten Bandes ist trotz seiner Kürze sehr detailliert gestaltet und verrät nicht nur viel über die Handlung des ersten, sondern auch des zweiten Bandes.]

„Nach dem Tod des neuen Kaisers fliehen Kai und Aiko auf dem Rücken des Shadow Dragon aus der Kaiserstadt. Währenddessen reißt Prinz Enlai den Thron an sich und lässt Prinzessin Noriko ins Mountain Kingdom entführen. Nun ist es an den Onna-Bugeisha, Noriko zu befreien und in die Kaiserstadt zurückzubringen. Dort beginnt der alles entscheidende Kampf. Doch gerade jetzt scheint der Shadow Dragon Kai im Stich zu lassen. Wird sie ohne ihn bestehen können?“  (Quelle: Verlagsgruppe Oetinger)

Meine Meinung:

Ich habe für den ersten Teil dieser Reihe wirklich eine Lanze gebrochen. In meiner Rezension dazu komme ich fast gar nicht mehr aus dem Schwärmen heraus (findet ihr hier). Mit dem Lesen des zweiten Bandes konnte ich deshalb nicht schnell genug beginnen. In meinen Augen konnte Autorin Kristin Briana Otts mit diesem zweiten Band leider nicht an das Niveau des Auftaktbandes anknüpfen. Die Krux des zweiten Bandes? Woran liegt es? Ich werde versuchen, euch die Gründe für meine ganz persönliche Bewertung des Buches in dieser Rezension darzulegen.

Themenschwerpunkte, Details und Worldbuilding

Kai ist eine Onna-Bugeisha. Ich habe in meiner Rezension zum ersten Band der Reihe Folgendes geschrieben:

„Sie sind so stark, weiblich und trotzdem keine bloßen Kriegerinnen. Ihre menschliche Seite ist ihnen in den langen Jahren ihrer harten Ausbildung nicht verloren gegangen. Obwohl wir bereits vieles über sie und ihre Traditionen erfahren haben, möchte ich in den Folgebänden gerne noch mehr über diese stolzen Kriegerinnen lesen. Gekonnt, liebe Frau Otts!“

Kai ist immer noch stark. Und auch immer noch eine Onna-Bugeisha. Aber leider konnte ich in diesem Band nicht viel mehr über meine so hoch gelobten Kriegerinnen erfahren. Ein echter Minuspunkt, da de Onna-Bugeisha im ersten Band sehr im Mittelpunkt standen. Dass sie jetzt eine so untergeordnete Rolle spielen, steht für mich in einem zu krassen Gegensatz dazu. Zudem finde ich Kais Handlungen als Onna-Bugeisha im zweiten Band stellenweise zu naiv. Manchmal habe ich mich beim Lesen wirklich gefragt, ob nur Kai selbst nicht bemerkt, um was es hier eigentlich geht. Wie es den Menschen in ihrer Welt geht und was das alles mit ihr zu tun hat. In diese Richtung möchte ich euch nicht zu viel verraten, aber ich denke, dass ihr auch sehr schnell hinter das Geheimnis um Kais Herkunft gekommen seid…

Auch der Shadow Dragon bleibt im zweiten Band ein imposanter Drache, über den wir als Leser nach dem Lesen des zweiten Bandes jedoch genauso gut informiert sind wie vorher. Daraus hätte man noch ganz viel machen können. In dieser Hinsicht alles für den dritten Band aufzuheben, ist vermutlich nicht die klügste Entscheidung. Wir wollen doch genauer wissen, was der Shadow Dragon bezweckt und wie sein magisches Verhältnis zu Kai gestaltet ist!

Otts beschreibt die Welt, in der die Geschichte spielt, dieses Mal genauer. Es kommen einige Aspekte dazu und wir bereisen zusammen mit Kai und Aiko neue Teile der Welt. An dieser Stelle hätte ich mich sehr über eine Karte gefreut. Zum einen sind Karten immer großartig, zum anderen kann man sich die verschiedenen Handlungsorte aber auch einfach besser vorstellen. Sie bleiben auch besser im Gedächtnis – findet ihr nicht auch?

Insgesamt bewegt sich die Handlung des Buches eher schleppend voran. Ich habe beim ersten Band nicht das Gefühl gehabt, dass es Längen gab. Im zweiten Band waren davon jedoch umso mehr vorhanden. Und das obwohl Otts Schreibstil nach wie vor flüssig und angenehm zu lesen ist. Dadurch entstand keine mit dem ersten Band vergleichbare Grundspannung. Unterstützt wird das in meinen Augen aber auch dadurch, dass im Klappentext bereits fast alles, was im zweiten Band passiert, verraten wird. Warum wird ein solcher Klappentext verwendet? Dadurch wirkt die Handlung vorhersehbar. Und sie wirkt nicht nur so, nein, man weiß durch den Klappentext schlicht und ergreifend, was passieren wird. Warum soll so wenig Raum für unsere Fantasie bleiben?

Fazit:

Ein zweiter Band, der leider nicht an das Niveau des ersten Bandes anknüpfen kann. Ich bin dennoch gespannt, wie Otts die Trilogie im abschließenden Band beenden wird. Ich hoffe sehr, dass die vielen Fragen, die mich zu Shadow Dragon noch begleiten, beantwortet werden.

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