Luna – Im Zeichen des Mondes

Wer meinen Blog aufmerksam verfolgt, der weiß, dass ich gerne Kinderbücher lese. Aus genau diesem Grund hat Luna – Im Zeichen des Mondes von Anne Buchberger mein Interesse geweckt.

Luna_Jane Fetzer
Quelle: Jane Fetzer, Piper

Allgemeines:

Anne Buchberger ist eine junge deutsche Autorin, die 1995 in Heidelberg geboren worden ist. Luna – Im Zeichen des Mondes ist ihr erster Roman und auch der erste Band der Mondvogel-Saga. Der zweite Band Aqua – Im Zeichen des Meeres wird im Juni 2018 erscheinen.

Luna – Im Zeichen des Mondes ist am 2.10.2017 bei you and ivi, dem Imprint des Piper Verlags für junge Bücher, erschienen. Es ist gebunden und hat 368 Seiten. Ich bin auf Anne Buchbergers Debütroman aufmerksam geworden, weil er ganz besonders gestaltet ist. Ist das Cover nicht wirklich ein Hingucker? Nach wie vor schaue ich das Buch gerne an und bin hingerissen von der optischen Gestaltung und dem Zusammenspiel von Mustern und Farben.

Inhalt:

„An ihrem dreizehnten Geburtstag erhält Analina, Kronprinzessin von Arden, eine Nachricht, die ihr bisheriges Leben verändert: Auf Befehl ihrer Mutter soll sie ihrer Heimat den Rücken kehren und Schülerin an der Akademie des Meeres werden, um sich für den kommenden Krieg gegen die mysteriöse Schwarzmagierin Gwenda ausbilden zu lassen, die im Sumpfgebiet Ardens ihre Fäden spinnt. Mit ihren engsten Freunden tritt Analina eine Reise durch das Reich ihrer Vorfahren an, um das zu schützen, was sie in sich trägt – die Seele des Mondvogels, jenes magischen Geschöpfs, das Analinas Erbe retten soll. Doch nicht nur die Königin der Sümpfe hat Geheimnisse, von denen Analina nichts ahnt …“ (Quelle: Piper)

Meine Meinung:

Obwohl der Prolog spannend begann, hatte ich während des Lesens von Luna so ein Gefühl. So ein Gefühl, dass mich die Geschichte einfach nicht mitreißen konnte. Und das, obwohl ich sehr motiviert in die Lektüre gestartet war. Der Mondvogel war etwas – etwas Mystisches und Neues, das mich faszinierte. Und… die Akademie des Meeres, wie toll klingt das denn bitte?
Aber genau dieses Gefühl, nicht von der Geschichte mitgerissen zu werden, ist leider während der fortschreitenden Lektüre nicht verschwunden. An keinem Punkt der Geschichte hatte ich das Bedürfnis, mehr über alles erfahren zu wollen. Alle Geheimnisse zu ergründen oder die Wahrheit über Analina zu erfahren. Doch wodurch entstand dieser (natürlich vollkommen subjektive) Leseeindruck?

Zum einen rührt dieses Gefühl daher, dass ich laut des Klappentextes ein Buch in Händen halte, in dem Protagonistin Analina, die eines Tages (natürlich) das gesamte Reich retten wird, auf ihrem Weg in die Akademie des Meeres ist und sich dort ausbilden lassen soll. In Wahrheit begleiten wir Analina jedoch lediglich auf ihrer recht unspannend und doch stark konstruiert anmutenden Reise zu ebendieser Akademie. Vermutlich wurden bei mir aufgrund der Beschreibung des Klappentextes schlicht und ergreifend falsche Erwartungen geschürt. Ich wollte etwas darüber lesen, wie Analina sich in der Akademie des Meeres für den Kampf gegen die dunkle Magierin Gwenda ausbilden lässt – genau wie es mir der Klappentext versprach. Kennt ihr dieses Mysterium, dass Klappentexte Erwartungshaltung schüren, die sich nicht erfüllen?

Eine weitere Erwartung, die ich durch die Beschreibung und den Titel des Buches hatte, war, ein Kinderbuch in Händen zu halten. Doch dieses vermeintliche Kinderbuch möchte eigentlich gar kein Kinderbuch sein. Es möchte ein Buch für ältere Fantasyleser sein, ja eigentlich ein All Age-Roman. Diesen Anspruch kann es aber nicht durchgängig erfüllen und wirkt dadurch an vielen Stellen eher unstimmig.

Anne Buchberger ist es nicht gelungen, die Gruppe, die Analina auf ihrer Reise zur Akademie des Meeres begleitet, kontinuierlich gleichermaßen im Mittelpunkt stehen zu lassen. An einigen Punkten der Geschichte wusste ich eigentlich gar nicht mehr so genau, wer denn nun Analina begleitet. Teilweise spielten Charaktere eine große Rolle – einige Kapitel später habe ich mich dann plötzlich gefragt, ob ich mir das eingebildet habe, weil sie kaum noch vorkamen oder gar nicht mehr erwähnt worden sind. Später tauchen sie dann einfach wieder auf.

Fazit:

Ein Buch, das durchaus seine lesenswerten märchenhaften Passagen hat. Insgesamt gesehen konnte es mich jedoch nicht überzeugen.

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