Tochter des dunklen Waldes

#rezensionsexemplar

Jane Fetzer_Tochter des dunklen Waldes
Bildquelle: Jane Fetzer, Bastei Lübbe

Allgemeines:

Nach der Silbernen Königin und der Stille zwischen Himmel und Meer ist Tochter des dunklen Waldes das neueste Buch einer meiner liebsten Autorinnen: Katharina Seck. Tochter des dunklen Waldes ist als Roman bei Bastei Lübbe erschienen. Das Paperback hat 415 Seiten und wird im Bereich Fantasy ab 16 Jahren empfohlen.

Inhalt:

„Der Morgenwald ist verboten. Er ist Nacht. Er ist gefährlich.

Seit sie denken kann, hört die junge Lilah Warnungen vor dem finsteren Morgenwald. Niemand aus ihrem Dorf betritt ihn, auch wenn kaum jemand mehr weiß, was Wahrheit und was Legende ist. Doch dann wird am Waldrand die Leiche einer Frau gefunden. Sind die alten Geschichten also wahr? Gibt es Ungeheuer im Wald? Lilah wird es herausfinden. Denn zur selben Zeit verschwindet Dorean, der Mann, dem Lilahs Herz gehört. Er ist in den verfluchten Wald gegangen. Und Lilah trifft eine folgenschwere Entscheidung: Sie folgt ihm …“ (Quelle: Bastei Lübbe)

Meine Meinung:

Es war einmal ein junges Mädchen. Ein junges Mädchen, das am Rande des finster und düster wirkenden Morgenwaldes wohnte. Dieses Mädchen liebte die Natur und ihre Familie. Doch in ihrem engstirnig denkenden Dorf fühlte sie sich nie ganz heimisch. Irgendetwas zog sie immer in Richtung des Waldes. Aber der Wald war doch verboten? Der Wald war gefährlich – oder?

Katharina Seck ist (wie bereits erwähnt) eine meiner liebsten Autorinnen. Zuletzt hat sie mich mit ihrem ganz besonderen Roman Die Stille zwischen Himmel und Meer begeistern können (meine Rezi dazu findet ihr hier). Als ich dann eine Rezensionsanfrage zur Tochter des dunklen Waldes erhielt, war mir klar, dass ich auch Katharina Secks neues Fantasybuch schnellstmöglich lesen muss.

Gesagt, getan.

Natürlich bin ich mit hohen Erwartungen an Katharina Secks neues Werk herangegangen. Und diese konnten zu Beginn der Lektüre nicht vollständig erfüllt werden. Mir persönlich fiel der Einstieg in die Geschichte nicht leicht. Einige Passagen und Details erschienen mir zunächst unlogisch, zudem teilweise etwas holprig sowie wiederholend formuliert.* Etwa nach dem ersten Drittel des Buches konnte ich solche Auffälligkeiten allerdings nicht mehr entdecken. Insgesamt gesehen, hat sich die Lektüre der Tochter des dunklen Waldes jedoch gelohnt, das kann ich euch sagen.

Katharina Seck nimmt ihre Leser mit in eine düstere und dunkle Welt. In den Morgenwald. Ebendieser wird dem Leser sogar als „Nacht“ beschrieben.

„Der Morgenwald ist verboten. Er ist Nacht. Er ist gefährlich.“                     (Buchrücken Tochter des dunklen Waldes)

Dort ist nicht alles so wie es scheint und einiges ist anders als die handelnden Personen denken. Aber vor allem ist der Morgenwald magisch – genau so wie ich es von Katharina Seck erwartet habe.

Protagonistin Lilah wirkt zunächst wie ein gewöhnliches junges Mädchen. Sie hat gewisse Ziele im Leben und scheint nicht ganz in die Gesellschaft zu passen, in der sie momentan lebt. Zusammen mit einer Prise Magie sind das zunächst einmal Bausteine, die wir als Leser so oder so ähnlich in vielen Büchern finden. Aber der Autorin gelingt es, aus genau diesen Bausteinen etwas ganz Besonderes zu machen. Eine Geschichte voll düsterer und gleichzeitig schöner Atmosphäre. Seck kreiert dabei eine Ambivalenz, die mich begeistern konnte. Als Leser erwartet man möglicherweise etwas ganz anderes und bekommt letzten Endes etwas so wunderbar Magisches.

Der aufmerksame Leser könnte denken, dass es sich bei der Tochter des dunklen Waldes um eine reine Liebesgeschichte handelt. Denn genau das suggeriert der Klappentext. Aber nein, es geht nicht nur darum, dass Lilah ihren Dorean finden möchte. Dorean ist lediglich der Anstoß für eine Geschichte, in der Lilah vieles erlebt. Auch die Liebe spielt dabei eine Rolle – aber vor allem geht es mit viel Spannung um Lilahs Leben. Und um Ängste, die nicht ausgelebt werden müssen. Darum, fremde Kulturen kennen zu lernen und sich auf sie einzulassen. Und darum, die eigenen Vorurteile abzubauen – und das alles verpackt in eine märchenhafte Geschichte.

Fazit:

Eine wahrhaftig märchenhafte Geschichte einer großartigen Autorin.

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*deshalb nur vier Herzen

 

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