Der Informant

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Bildquelle: Verlagsgruppe Random House

Allgemeines:

Der Informant von Chris Pavone ist im Juli 2017 auf Deutsch im Penguin Verlag erschienen. Das Buch umfasst 576 Seiten. Pavones Debütroman Die Frau, die niemand kannte fand bereits große Beachtung und wurde mit dem Edgar Award ausgezeichnet.

Inhalt:

„Es ist 3 Uhr morgens. Weißt du, wo deine Ehefrau ist?

Der amerikanische Journalist Will Rhodes reist im Auftrag eines renommierten Reisemagazins um die Welt. Doch dann wird er in Argentinien von einer Frau erpresst, die Ungeheuerliches behauptet. Sie unterbreitet ihm ein Angebot, das er nicht ablehnen kann, und schon bald gerät er immer tiefer in ein Netz aus internationalen Intrigen und gefährlichen Geheimnissen. Auf der Suche nach der Wahrheit jagt Will um den halben Globus. Und noch ahnt er nicht, dass seine eigene Frau die größte Bedrohung für ihn darstellen könnte …“ (Quelle: Verlagsgruppe Random House)

Meine Meinung:

Schön dick, spannendes Intro, cooles Cover.

Die Handlung beginnt im Jetzt, Pavone arbeitet mit Rückblenden und vielen wechselnden Schauplätzen wie Falls Church in Virginia, New York, Argentinien, Italien und diversen Städten in Frankreich. Die Kapitelüberschriften geben aber eine sehr gute Orientierung. Der Spannungsaufbau erfolgt sukzessive und löst ein ungutes Gefühl beim Leser aus – wie es sich für einen guten Thriller gehört.

Will und Chloe sind seit vier Jahren ein Paar. Sie haben sich auseinander gelebt, dennoch meint man, zumindest Will liebt seine Frau noch sehr – oder doch nicht? Chloe ist von ihrem Mann eher genervt. Sie ist der Meinung, er trinkt zu viel und kommt immer zu spät nach Hause. Er ist der Meinung, er könne nichts dafür, das gehöre zu seinem Job. Beide sind journalistisch tätig. Er als fest angestellter Reisejournalist, sie als freie Redakteurin. Und dann gibt es noch Malcolm, den Chefredakteur von „Travelers“, dem Magazin, für das Will arbeitet und Chloe gearbeitet hat. Seine Rolle scheint zunehmend verdächtig. Warum? Wieso? Weshalb? – Die Hinweise sind zweideutig. Gleiches gilt für diverse Nebenschauplätze.

Will hat genaue Vorstellungen von seinem Leben:

„Bei Will soll alles perfekt sein. Er will die perfekte Frau, perfekte Kinder, das perfekte alte Haus, perfekt restauriert, in dem er perfektes Essen auf perfektem Geschirr, begleitet von perfektem Wein, kredenzen kann. Er will, dass sein Anzug perfekt sitzt, seine Schuhe perfekt auf Hochglanz poliert sind. Er will ein perfektes Hotelzimmer, eine perfekte Fahrt im Nachtzug, einen perfekten Reisebegleiter. Und er tut alles in seiner Macht stehende, um unablässig an seiner perfekten Karriere zu basteln.“  (S. 50)

Ob sich diese Vorstellungen in der Realität umsetzen lassen, sei dahin gestellt. Vieles deutet darauf hin, dass das ihn noch so manche (böse) Überraschungen erwarten. Etwas wird sich ändern!

Will wird nach Paris geschickt, warum, glaubt man zu wissen, aber nichts ist wie man vermutet. Nach und nach erhält der Leser häppchenweise Details und gut versteckte Infos, die andeuten, dass die Sache nicht gut ausgehen wird. Wie aber alles zusammenhängt: Man hat keinen Schimmer. Einfach cool und richtig spannend!

Mir hat schon Die Frau, die niemand kannte sehr gut gefallen. Der Informant gehört zum gleichen Genre und ist mindestens genauso gut.

Fazit:

Ein Agententhriller, der nicht typisch ist für dieses Genre – die Charaktere sind richtig gut entwickelt und die Handlungslogik ist gerade auch für eigentliche „Nichtliebhaber“ dieses Genres spannend, was für viele Agententhriller nicht gilt. Dadurch ist das Buch so gut. Also wagt euch an dieses Buch, ihr werdet nicht enttäuscht werden.

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